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Praktischer Umweltschutz
Die Stadt Saarbrücken geht pfleglich mit Papier um

Wegen der Landtags- und Bundestagswahlen 2017 war Saarbrücken in der bundesweiten Hitliste der recyclingstarken Städte abgerutscht. Jetzt landet die Stadt auf dem zweiten Platz.
Wegen der Landtags- und Bundestagswahlen 2017 war Saarbrücken in der bundesweiten Hitliste der recyclingstarken Städte abgerutscht. Jetzt landet die Stadt auf dem zweiten Platz. FOTO: dpa / Rolf Vennenbernd
Saarbrücken. Bundesweit liegt die Saar-Landeshauptstadt auf dem zweiten Platz der Recyclingkönige. Damit verbesserte sich die Verwaltung. red

Saarbrücken setzt in der Stadtverwaltung zu 100 Prozent Papier mit dem Blauen Engel ein. Damit erreicht die saarländische Landeshauptstadt den zweiten Platz im Papieratlas-Städtewettbewerb der Initiative Pro Recyclingpapier (IPR). Die Auszeichnung als recyclingpapierfreundlichste Stadt erhielt Bremerhaven. Auf dem dritten Platz liegen Bottrop und Hameln. Essen erhielt die Sonderauszeichnung Mehrfachsieger. Aufsteiger wurde Rosenheim in Oberbayern. Das teilte am vergangenen Dienstag bereits ein IPR-Sprecher schriftlich mit.


Die 93 teilnehmenden Groß- und Mittelstädte erreichen nach dessen Angaben mit einer Durchschnittsrecyclingquote von 87,15 Prozent einen neuen Rekord.

Die Verwendung von Papier mit dem Blauen Engel sei ein besonders einfaches und effektives Projekt für den Klima- und Ressourcenschutz. Dessen Herstellung spare im Vergleich zu Frischfaserpapier rund 70 Prozent Wasser und 60 Prozent Energie.



Was Saarbrücken betrifft, habe die Stadt durch den Einsatz von Recyclingpapier im vergangenen Jahr mehr als 2,1 Millionen Liter Wasser und über 434 000 Kilowattstunden Energie eingespart.

Wegen Landtags- und Bundestagswahlen war 2017 der Papiierverbrauch in Saarbrücken um fast 50 Prozent gestiegen. Damit landete die Stadt nicht unter den Top 10.

Nicht nur die Kommunen sind im Rennen: Der Papieratlas wurde 2018 erstmals auf alle Landkreise ausgeweitet. Hier setzte sich nach IPR-Angaben der Rhein-Hunsrück-Kreis durch.

Die Auszeichnungen des Hochschulwettbewerbs gingen an die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen/Baden-Württemberg sowie die Bergische Universität im nordrhein-westfälischen Wuppertal.