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Direktvergabe
Saarbahn: Das sagen SPD und Grüne

Saarbrücken. Die Saarbahn GmbH bleibt zuständig für den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) in Saarbrücken. Die Frist, in der ein Konkurrent dem städtischen Unternehmen diesen Auftrag hätte abjagen können, ist abgelaufen.

Niemand wollte nachweisen, dass er den ÖPNV ohne Zuschuss aus öffentlichen Kassen sicherstellen kann – und zwar so, wie die Stadt das im Nahverkehrsplan beschrieben hat. Jetzt bleibt es bei der Entscheidung des Stadtrates, den Auftrag für den ÖPNV direkt an die Saarbahn GmbH zu vergeben. Ein eigenes Konzept, um auf einen solchen Antrag zu reagieren, also einen Plan B, hatte die Saarbahn GmbH nicht entwickelt. Dass es bei der Direktvergabe bleibt, kommentiert  Philipp Schneider, Nahverkehrsexperte der SPD-Stadtratsfraktion und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Saarbahn GmbH, so: „Wir konzentrierten uns darauf, gute Rahmenbedingungen für eine Direktvergabe des ÖPNV an unser eigenes, bewährtes Unternehmen, die Saarbahn, zu schaffen. Wir haben uns nicht verunsichern lassen und mit unserem Nahverkehrsplan und der Vorabbekanntmachung der Direktvergabe klare Kante gezeigt. Der ÖPNV in Großstädten wie Saarbrücken gehört in öffentliche Hand – es macht keinen Sinn, ihn privaten Betreibern zu überlassen.“ Jetzt gelte es, für genug Personal bei der Saarbahn zu sorgen und den ÖPNV weiterzuentwickeln.


Für die Grünen sei die Direktvergabe wichtig, um die Arbeitsplätze im Unternehmen zu sichern und den öffentlichen Nahverkehr entscheidend zu verbessern, sagt ihr Verkehrspolitiker Torsten Reif. Als Beispiele nennt er ein besseres Fahrgastinformationssystem, den Kauf von Elektrobussen, mehr Platz in neuen Saarbahnen für Räder und Kinderwagen, mehr barrierefreie Haltestellen. All das, um die Zahl der Autofahrten zu verringern.