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Saar-Derby FCS vs. FCH ohne Fankrawall in Völklingen

Polizeieinsatz für Steuergeld : Saar-Derby ohne Fan-Krawall in Völklingen

Als am Samstagspätnachmittag rund 100 Fans des FC Homburg am Völklinger Bahnhof in den Zug steigen, ist es Gewissheit: Die Weltkulturerbe-Stadt hat einen ruhigen Saar-Derby-Tag erlebt. Lediglich ein paar kleinere Verkehrsstaus hatten das beschauliche samstägliche Stadtleben beeinträchtigt.

Von „entspannt“ bis „tiefenentspannt“ reichten die Lagebeschreibungen des Polizei-Einsatzleiters Erik Schweizer unmittelbar vor dem Anpfiff. Zumal das aus dem Ost-Saarland angereiste Grüppchen von FCH-Fans für ein solches Derby, bei dem es zudem um Platz zwei in der Liga und Platz eins an der Saar geht, recht überschaubar war. Insgesamt waren es knapp 200, die sich da schließlich im Gästeblock verloren. Nur rund die Hälfte war mit dem Zug gekommen.

Und die Polizei hatte sich auf etwaige Aufeinandertreffen der verfeindeten Fangruppen nicht nur in Völklingen bestens vorbereitet. Wie Schweizer informierte, waren seine Leute auch am Saarbrücker Bahnhof, als dort der Zug mit Fans und Problemfans aus Homburg eintraf: „Wir mussten dafür sorgen, dass keine Homburger Fans in Saarbrücken aussteigen, und keine Saarbrücker Fans zusteigen.“

Was nach der Ankunft der FCH-Fans in Völklingen passierte, das ist mittlerweile Routine. Zumal die Ordnungshüter schon mehrfach mit deutlich größeren Fangruppen, meist aus Mannheim, zu tun hatten. „Wir haben die eintreffenden Fußballfans gleich angesprochen“, sagte der Einsatzleiter. Und zwar über Lautsprecher mit der Botschaft, dass die Grün-Weißen ins Stadion begleitet würden – umzingelt von Polizisten zu Fuß und gefolgt von Polizeiwagen und einem Rettungswagen.

Und die Saarbrücker? Die sind längst in der Völklinger City heimisch und haben sich am Markt sogar schon eine Art Stammkneipe ausgeguckt. Diese Kneipe und deren Umfeld behielt die Polizei am Samstag aus einiger Entfernung im Auge. Aber  es blieb auch dort friedlich.

Die Blau-Schwarzen machten sich also über die Stadionstraße auf zum Spielort. Die von der Polizei begleiteten FCH-Fans marschieren nur etwa 100 Meter entfernt parallel dazu in der Heinestraße.

Schweizer hatte sich einen  FSC-Sieg gewünscht: „Dann gehen die hier alle ganz friedlich heim.“ Und tatsächlich: Der FCS gewann 3:0, und der Heimmarsch verlief ohne Zwischenfälle, wie Polizeisprecher Georg Himbert der SZ bestätigte.