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Saar 05 gewinnt gegen Köllerbacher Kicker, deren Aufstiegshoffnung nun kleiner wird

Fußball-Saarlandliga: Saar 05 besiegt SF Köllerbach : Dämpfer für Aufstiegshoffnung

Sportfreunde Köllerbach verlieren in der Fußball-Saarlandliga gegen Saar 05.

Fußball-Saarlandligist SV Saar 05 hat am Samstag den Aufstiegshoffnungen der SF Köllerbach einen herben Dämpfer versetzt. Die St. Johanner setzten sich gegen die Sportfreunde zu Hause mit 2:0 (1:0) durch.

Köllerbach hätte mit einem Sieg – zumindest für etwas mehr als 48 Stunden - die Tabellenführung übernehmen können. Denn Ligaprimus SV Elversberg II war erst am Montagabend beim SV Mettlach zu Gast (die Partie endete nach Redaktionsschluss). Durch die Niederlage könnte Köllerbach jetzt sogar Rang zwei, der zur Teilnahme an einer Aufstiegsrunde berechtigt, verlieren. Der SV Auersmacher hat zwar als Dritter immer noch zwei Zähler weniger als die SF, aber noch eine Partie weniger absolviert.

„Unsere Chancen haben sich nicht verbessert, aber es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist“, meinte SF-Spielertrainer Robin Vogtland. „Man darf auch nicht vergessen, dass wir, unabhängig davon wie es ausgeht, eine super Saison gespielt haben“, ergänzte der 29-Jährige. Seine Mannschaft galt vor der Runde nicht als Top-Kandidat für einen Platz ganz vorne.

Während bei den Sportfreunden nach der Niederlage vor 120 Zuschauern Frust herrschte, war Saar 05-Trainer Timon Seibert verständlicherweise gut gelaunt. „Ich war überrascht, dass meine Jungs das so gut hinbekommen haben. Denn das Pokalspiel vier Tage vorher gegen den 1. FC Saarbrücken (1:3, Anm. d. Red.) hat doch viel Kraft gekostet.“ In der 23. Minute traf Marc Jung nach einer Flanke von Nico Veeck zum 1:0 für die Gastgeber. In der Nachspielzeit verwandelte Giuseppe Vituzzi einen Elfmeter zum 2:0.

Zuvor hatte es nach zehn Minuten im zweiten Durchgang eine kuriose Unterbrechung gegeben. Weil Saar 05 keinen zweiten Spielball hinter das eigene Tor legen wollte, um für eine schnellere Spielfortsetzung zu sorgen, wollte Schiedsrichter Tim Gillen die Partie abbrechen und ging mit seinen Assistenten in die Kabine. „Wir sind nicht dazu verpflichtet, einen zweiten Ball hinzulegen. Diese Regel gibt es nicht. Da haben wir uns schon in der Vergangenheit schlau gemacht“, berichtete Seibert. Offenbar nach einem Gespräch mit einem Schiedsrichter-Beobachter setzte Gillen die Partie nach etwas mehr als zehn Minuten Unterbrechung doch fort. „Es wäre besser gewesen, nicht zu unterbrechen. Denn so wussten wir fast eine Viertelstunde nicht, ob und wie es weitergeht“, fand Vogtland.