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Regionalverband gilt laut Studie als „Problemlage“

Teilhabe : Regionalverband gilt laut Studie als „Problemlage“

Der Regionalverband Saarbrücken zählt deutschlandweit zu den Regionen mit „Großstädten mit Problemlagen“. Saarbrücken befindet sich damit in einer Reihe mit Städten wie Dortmund oder auch Lübeck.

Das hat eine Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung und der Wüstenrot-Stiftung ergeben. Dabei wurden die 401 Landkreise und kreisfreien Städte des Landes nach acht verschiedenen Gesichtspunkten untersucht. Dazu zählten unter anderem die Hartz-IV-Quote, das jährliche Haushaltseinkommen und die Lebenserwartung. Daneben wurden auch Faktoren wie die Verfügbarkeit von Ärzten, Apotheken und Schulen oder eine schnelle Internetverbindung einbezogen. Zur Bewertung der Ergebnisse wurden jeweils drei Kategorien für Städte und für ländliche Regionen gebildet.

Kennzeichnend für die Kategorie, in die Saarbrücken eingeteilt wurde, ist ein schwerer Strukturwandel, dessen Nachwirkungen immer noch spürbar sind. Der Regionalverband schneidet dabei in Punkten wie der Hartz-IV-Quote (17,1 Prozent der unter 65-Jährigen) schlechter ab als der Durchschnitt in seiner Kategorie (16,1 Prozent der unter 65-Jährigen). Beim schnellen Internet liegt der Regionalverband ebenfalls unter dem Mittelwert seiner Gruppe.

So haben nur 78,6 Prozent der Bürger Zugang zu schnellem Internet während im Durchschnitt 88,4 Prozent der Menschen erreicht werden. Das durchschnittliche Bruttojahreseinkommen jedoch ist in Saarbrücken ist mit 19 737 Euro je Einwohner im Vergleich zu anderen problematischen Großstädten (19 133 Euro) höher. Die Versorgung mit Schulen, Ärzten oder Supermärkten liegt sogar fast auf dem Niveau der führenden Großstädte.

Die Resultate der Studie zeigen ein deutliches Nord-Süd-Gefälle innerhalb Deutschlands. In Baden Württemberg, Bayern und auch im südlichen Hessen sind die Lebensverhältnisse besonders gut. Die überwiegende Mehrheit der Landkreise und Städte der Top-Kategorie liegen dort. In den neuen Bundesländern hingegen haben insbesondere die Menschen in ländlichen Regionen deutlich schlechtere Teilhabechancen.

Alle Informationen und Zahlen zur Studie im Internet unter: www.berlin-institut.org/publikationen/studien/teilhabeatlas_deutschland