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Polizei
Rat stimmt Plan für Großinspektion zu

Saarbrücken. Auf einem Areal zwischen der Mainzer Straße und der Halbergstraße entstehen auch Wohnhäuser.

Das prominente Bauvorhaben in St. Johann zwischen der Mainzer Straße und der Halberg­straße, wo unter anderem eine neue Groß-Polizeiinspektion in der Nachbarschaft der Polizeikaserne errichtet werden soll (wir berichteten), hat am Dienstag auch den Saarbrücker Stadtrat während seiner jüngsten Sitzung in der Congresshalle beschäftigt. Die Fraktionen winkten den aktualisierten Bebauungsplan der Verwaltung einstimmig durch. Zuvor hatte bereits der Bezirksrat Mitte zugestimmt.


Neben der Großwache, in der die heutigen Inspektionen St. Johann in der Karcherstraße, Alt-Saarbrücken und Brebach zusammengelegt werden, sollen auch neue Wohn- und Parkhäuser entstehen. Das geht aus der Ausschreibung des Landes zur Findung eines für die Planung der „PI Saarbrücken Stadt“ geeigneten Generalplanerbüros hervor. Oberbürgermeisterin Charlotte Britz lobte in der Sitzung die gute Zusammenarbeit mit dem Land.

Auf dem Lageplan bietet die an der Halbergstraße gelegene Joachim-Deckarm-Halle einen guten Orientierungspunkt, um das Vorhaben zu beschreiben. In Richtung Mainzer Straße soll zunächst ein Kurzzeitparkstreifen entstehen, der vor allem für die Eltern der Schüler des Deutsch-Französischen Gymnasiums (DFG) gedacht ist. Das DFG liegt in unmittelbarer Nähe der Polizei und der Sporthalle. Im jeweils ungefähr gleichen Grundriss zur Sporthalle sind in Richtung Mainzer Straße weiter zwei Parkhäuser eingezeichnet, ehe die neue Polizeiinspektion (PI) dann direkt an der Mainzer Straße gelegen ist.



Ein Parkhaus sieht der Plan für die Anwohner vor, das an der Polizeiinspektion gelegene Parkhaus ist für die Polizeibeamten. In der verbleibenden Lücke sind vier „Wohnkarrees“ vorgesehen. Während die Fassaden der zuvor genannten Gebäude die selbe Breite aufweisen, werden die Fassaden der Wohnhäuser von der Mainzer Straße aus gesehen nach hinten breiter. Die Stadtverwaltung geht derzeit davon aus, dass diese Wohnhäuser über je vier Vollgeschosse verfügen. Nach gängiger Praxis nutzen die Architekten aber wohl eine Möglichkeit aus, die das Baurecht einräumt, indem sie ein fünftes „Sattelgeschoss“, welches nicht die gesamte Grundfläche des darunter liegenden Baus einnimmt, darauf bauen.

Innerhalb des Neubaugebiets in St. Johann werden zwei neue, sich in der Mitte kreuzende Straßen entstehen. In der Arbeitsvorlage heißen sie „Planstraße“ und „Wohnweg“. Dabei wird es jedoch nicht bleiben, denn das Namensrecht für neue Straßen und Wege  liebt beim zuständigen Bezirksrat, und so hat hier der Bezirksrat Mitte das Sagen. Entlang des „Wohnweges“, der die Halbergstraße und die Mainzer Straße verbindet, sieht der Plan  weitere Stellplätze für parkende Autos vor. Die Planstraße mündet schließlich in die Hellwigstraße.