Radfahrer fühlen sich im Saarland immer unsicherer

Neue Umfrage des ADFC : Radfahrer fühlen sich im Saarland immer unsicherer

Radfahrer fühlen sich auf saarländischen Straßen immer unsicherer. Das geht aus dem heute veröffentlichten Fahrradklima-Test des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) hervor.

Im Saarland wurden sechs Städte und eine Gemeinde bewertet: Saarbrücken, Völklingen, Neunkirchen, St. Ingbert, Saarlouis, Homburg und Überherrn. Gute Schulnoten gibt es für keine Kommune von den 1017 saarländischen Radfahrern, die an der Umfrage teilgenommen haben. Sie sind unzufrieden und fühlen sich auf den Straßen immer unsicherer.

Alle Orte schneiden sogar noch etwas schlechter ab als in den Vorjahren, teilt der saarländische Landesverband des ADFC mit. Saarbrücken erhält die Gesamtnote 4,14. Die anderen liegen im Bereich zwischen vier und fünf. Homburg wird im Schnitt mit 4,6 bewertet – und ist damit im Saarland Schlusslicht. Bei der Beurteilung des Sicherheitsgefühls im Straßenverkehr sind die Noten sogar noch schlechter: Saarbrücken bekommt eine 4,7, Homburg eine 4,9. „Das subjektive Sicherheitsgefühl sinkt“, sagt Joachim Hase, Vorstandsmitglied des ADFC Saar.

Der ADFC Saar führt das schlechte Zeugnis im Saarland darauf zurück, „dass sich die zahlreichen politischen Willensbekundungen der letzten Zeit, mehr in den Radverkehr zu investieren, auf den Straßen noch nicht widerspiegelten“, wie es in einer Mitteilung heißt. Es reiche nicht, kleine Einzelmaßnahmen durchzuführen, aber die Gefahrenstellen nicht anzugehen.

Nach Angaben des ADFC sieht das Konzept des Tests vor, dass „nicht ein repräsentativer Querschnitt der Bevölkerung an der Erhebung teilnimmt, sondern ein möglichst breiter Kreis an Viel- und Gelegenheitsradfahrern“. Deutschlandweit wurden rund 170 000 Radfahrer von September bis November 2018 um ihre Einschätzungen gebeten. Die bundesweite Gesamtnote liegt bei 3,9 und fällt damit etwas schlechter aus als bei den vorherigen Fahrradklima-Tests.

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