| 20:43 Uhr

Hallenmasters Hasborn
Quierschied triumphiert in Hasborn

 Matthias Thul (links) vom SV Hasborn im Duell mit  Jona Fleck (rechts) vom VfB Theley.
 Matthias Thul (links) vom SV Hasborn im Duell mit  Jona Fleck (rechts) vom VfB Theley. FOTO: Philipp Semmler
Theley. Beim 5:1 im Finale des Masters-Qualifikationsturniers gegen den FV Eppelborn traf Aldo Testa dreimal. Von Philipp Semmler

Aldo Testa, Mittelfeldspieler der Spielvereinigung Quierschied durfte nach dem Finale des 20. Adidas-Schaumberg-Cups in der Sporthalle in Theley den Siegerscheck für sein Team entgegennehmen. Kein Wunder, denn schließlich war der 25-Jährige zuvor im Endspiel gegen den Oberligisten FV Eppelborn der entscheidende Mann auf dem Feld gewesen. Testa traf gleich dreimal – und ebnete der Sportvereinigung so den Weg zum Sieg.


„Am Anfang der Hallenrunde war das Masters nicht unser Ziel, weil wir uns auf die Liga konzentrieren wollten, wo wir Zweiter sind“, erklärte der 25-Jährige. „Aber ich denke, jetzt ist der Masters-Funke wieder übergesprungen, und jeder von uns will hin“, ergänzte Testa.

Im vergangenen Winter hatte sich seine Spvgg. erstmals seit 1993 wieder für das Final-Turnier der Hallenrunde qualifiziert. Und durch den Sieg beim Hasborner Turnier sprang sein Team in der Qualifikations-Tabelle nach oben.



Der Finalerfolg gegen Eppelborn war – auch wenn er vom Ergebnis deutlich war – für Quierschied ein echter Kraftakt. Denn im Endspiel stand dem Team von Spielertrainer Pascal Bauer nur noch ein einziger Auswechselspieler zur Verfügung. „Das war schon richtig anstrengend“, gab Testa zu. Der Grund für den „Personalmangel“: Im hitzigen Halbfinale gegen den gastgebenden Saarlandligisten SV Hasborn (3:2) hatten mit Mexhit Kadrija und Jens Lorang zwei Quierschieder Rot gesehen. Zudem flog in dieser Partie auch noch Hasborns Schlussmann Christian Reiter vom Feld.

Bei Hasborn war die Enttäuschung nach dieser Niederlage groß – zumal der SV gegen Quierschied in der Vorschlussrunde nach Toren von Johannes Gemmel und des A-Jugendlichen Sebastian Cullmann schon 2:0 führte. „Die Führung haben wir leider leichtfertig hergegeben“, fand Hasborns Sportvorstand Thorsten Huwer. „Da war deutlich mehr drin“, ergänzte Defensiv-Spieler Nicolas Küss.

Anschließend verloren die Rot-Weißen auch das Spiel um Platz drei gegen den FC Noswendel-Wadern mit 1:3. „Rang drei ist mehr, als wir erwartet haben“, freute sich FC-Spielertrainer Thorsten Schütte. Noswendel hatte vor dem Sieg im kleinen Finale in der Vorschlussrunde über Eppelborn mit 1:3 den Kürzeren gezogen. Auch FVE-Trainer Jan Berger war – trotz der deutlichen Finalniederlage gegen Quierschied  – zufrieden mit seinem Team. „Es war unser erster Hallenauftritt in diesem Winter. Bei dem wollten wir einfach nur Spaß haben – und den hatten wir, außer vielleicht im Endspiel“, lautete sein Fazit.

Weniger Spaß hatten dagegen drei als Favoriten ins Turnier gegangene Teams. Denn sie scheiterten in der Zwischenrunde: Titelverteidiger FC Hertha Wiesbach (Oberliga) flog dort ebenso raus wie die Saarlandligisten VfL Primstal und SF Köllerbach.

Durch die Absage des Verbandsligisten FC Freisen am Montag reduzierte sich die Wertigkeit des Turniers von 58 auf 55 Punkte. An den drei Turniertagen konnte der SV Hasborn eigenen Angaben zufolge 700 Zuschauer begrüßen.