| 21:23 Uhr

Quartier Mainzer Straße
Quartier streicht sein Fest nicht

Während in anderen Vierteln Feste abgesagt wurden, teilt das Quartier Mainzer Straße mit: Am 1. September wird das 18. Nachbarschaftsfest in den Höfen gefeiert.
Während in anderen Vierteln Feste abgesagt wurden, teilt das Quartier Mainzer Straße mit: Am 1. September wird das 18. Nachbarschaftsfest in den Höfen gefeiert. FOTO: Oliver Dietze
St. Johann. Gute Nachrichten für Menschen, die Stadtteilfeste mögen, gibt es aus dem Quartier Mainzer Straße: Während in anderen Stadtteilen ein Fest nach dem anderen abgesagt wird, hat sich der Vorstand des Quartiersvereins entschieden, das Nachbarschaftsfest, das in den vergangenen 17 Jahren jeweils am ersten Samstag im September gefeiert wurde, auch in diesem Jahr auszurichten. Von Martin Rolshausen

Das 18. Nachbarschaftsfest findet am 1. September statt.


Das Nauwieser Fest fällt dagegen  in diesem Jahr aus (die SZ berichtete). Auch das Burbacher Dorfspektakel pausiert in diesem Jahr. Feste in Ensheim, Bischmisheim und Brebach gibt es auch nicht. Als Gründe für die Absagen werden unter anderem immer wieder gestiegene Sicherheitsanforderungen und die sinkende Bereitschaft, ein Fest ehrenamtlich zu betreuen, genannt.

Die Problematik ist auch der Initiative Mainzer Straße nicht fremd. Das Fest zu streichen, komme aber nicht infrage, sagen Stefan Kohl und Andrea Dumont vom Vorstand. Denn das Nachbarschaftsfest sei nicht nur eine wichtige Veranstaltung für die Bewohner und Geschäftsleute, es sei auch eine gute Gelegenheit, Besuchern von außen das vielfältige Quartier zu präsentieren.
Um das Quartier Mainzer Straße von seiner schönsten Seite zu zeigen, hat der Vorstand das Konzept verändert. Anders als in den vergangenen 17 Jahren soll die Mainzer Straße nicht gesperrt werden. Das Fest soll in die Höfe verlagert werden, die dem Quartier „einen ganz besonderen Charme geben“, wie Dumont sagt.



Grundlage für diese Entscheidung sei die positive Entwicklung der Hoffeste, die am 1. Mai im Quartier gefeiert werden. Die Höfe, sagt Dumont, sind normalerweise nicht zugänglich und sind vielen Saarbrückern nicht bekannt. Diese Kulisse mache das Nachbarschaftsfest zu einem ganz besonderen Termin im städtischen Kalender.
Das Geld, das der Verein spart, weil keine Kosten für die Straßensperrung anfallen, soll in eine neue Beleuchtung investiert werden, teilt der Vereinsvorsitzende Stefan Kohl mit. Zunächst sollen etwa zehn Bäume in der Straße mit LED-Lichterketten ausgestattet werden.