Pulsar Trio, Susan Weinert Rainbow Trio und Rémi Panossian Trio in der Kettenfabrik

Jazz-Festival : Drei Tage Jazz an verwunschenem Ort

Die St. Arnualer Kettenfabrik ist wieder Schauplatz für Jazz-Fans. Am 26. September startet hier das Kettenjazz Festival.

Die Alte Kettenfabrik in St. Arnual ist einer der schönsten Veranstaltungsorte der Stadt. Wenn man sie mal gefunden hat, durch die schmale Kettenstraße gelaufen ist, über Kopfsteinpflaster und an manch alten Häusern vorbei, landet man in einem liebevoll gestalteten Paralleluniversum, irgendwie weit weg vom Saarbrücker Stadt-Trubel.

Ein etwas versteckter Eingang, ein paar Stufen runter, und man steht in einem traumhaften, verwunschenen Hofgarten. Hier wohnen ein paar kulturinteressierte Menschen, die eine Halle auf ihrem Gelände zum Theaterraum umgewidmet haben. Hier spielt nicht nur mit riesigem Erfolg das saarländische Volkstheater seine Produktionen, hier ist neuerdings auch das Festival Perspectives zu Gast. Die Kettenfabrikler um den früheren Kinderarzt Dr. Klaus Kühn machen hier auch regelmäßig eigene Veranstaltungen. Insbesondere der Jazz liegt ihnen am Herzen.

Und so findet hier seit einiger Zeit auch das KettenJazz Festival statt, das drei Tage im Herbst mit drei Bands in familiärer Atmosphäre bietet. Oder, wie die Veranstalter sagen: „Reichlich Lebensfreude unter Freunden“. Die Ausgabe 2019 findet vom 26. bis zum 28. September (Donnerstag bis Samstag) statt. Drei Trios mit internationaler Erfahrung und Anerkennung haben die Kettenfabrikler nach St. Arnual verpflichtet. „Allen drei Trios ist eine große musikalische Offenheit gemeinsam, die sich im langjährigen Zusammenspiel zu einem jeweils eigenem Stil verdichtet“, schreiben sie in ihrer Pressemitteilung.

Den Auftakt am 26. September macht das Pulsar Trio mit Matyas Wolter an der Sitar, Beate Wein am Klavier und Aaron Christ am Schlagzeug. Mit dieser ungewöhnlichen Instrumentierung greift das Pulsar Trio nicht nur indische Einflüsse auf, sondern begeistert auch mit Jazzgroove und Worldbeats.

„Die Band erzeugt in ihrer Musik sinnliche Schwebezustände, den Rausch des freien Falls und das Dahingleiten über weite Flächen“, so Till Lorenzen im Deutschlandradio Kultur. Das Trio war zu Gast bei den Leverkusener Jazztagen, dem Fusion-Festival, dem Glastonbury Festival, dem Rudolstadt Festival sowie dem Jazzfestival Izmir – und jetzt also in St. Arnual.

Den Freitagabend beim KettenJazz Festival bestreiten die Neunkircher Lokalmatadore von Susan Weinerts Rainbow Trio. „Susan Weinert hat mit Fusion angefangen und treibt sich nun mit ihrem Rainbow Trio regenbogenbunt im Spannungsfeld zwischen Jazz, Klassik und Weltmusik umher“, schreiben die Kettenfabrikler. Im Rahmen des KettenJazz Festivals 2019 präsentiert das Rainbow Trio die neue CD „Beyond The Rainbow“.

Der Samstagabend, 28. September, gehört dann dem Rémi Panossian Trio aus Frankreich. Die Band wurde 2011 in Frankreich zum Trio des Jahres gewählt und ins legendäre Pariser Olympia eingeladen. „Das Trio reichert den Jazz mit der Energie des Rock an, um gleich darauf das Publikum mit lyrischen Momenten zu betören“, heißt es aus der Kettenfabrik.

Das Rémy Panossian Trio spielt zum Abschluss. Foto: Guillaume Rivière

Einzeltickets kosten 19/14 Euro, der Festivalpass 45/30 Euro. Vorverkauf bei Musikhaus Arthur Knopp, Futterstraße 4, (0681) 91 01 00; Vera‘s Laden, Arnulfstraße 17, (0681) 85 66 66, Auberge Rouge, Bruchstraße 36, (0681) 94 00 68 42, Wirtshaus Unter der Linde, St. Arnualer Markt 8, (0681) 95 90 66 99. Oder Mail an kettenfabrik@mail.de

Mehr von Saarbrücker Zeitung