Wettbewerb „Klima Kids Saarbrücken“ Preis für junge Energiesparer aus Herrensohr

Herrensohr · Lehrer und Kinder der Grundschule freuen sich über vierten Platz beim Klimaschutz-Wettbewerb der Stadt Saarbrücken. Nachwuchs hatte selbst ein Auge darauf, wo Strom oder Wasser gespart werden können.

 Stolz auf ihren Wettbewerbserfolg sind Schülerinnen und Schüler der Grundschule Herrensohr-Jägersfreude. Die Saarbrücker Kulturdezernentin Sabine Dengel (Mitte) gratulierte auch der Lehrerin der vierten Klassen, Susanne Braunsteffer (links).

Stolz auf ihren Wettbewerbserfolg sind Schülerinnen und Schüler der Grundschule Herrensohr-Jägersfreude. Die Saarbrücker Kulturdezernentin Sabine Dengel (Mitte) gratulierte auch der Lehrerin der vierten Klassen, Susanne Braunsteffer (links).

Foto: Iris Maria Maurer

Feste Rituale sind insbesondere für Kinder wichtig. Ob beim regelmäßigen, gemeinsamen Mittagessen, beim abendlichen Zähneputzen oder auch beim Märchen vor dem Schlafengehen. Scheinbar kleine Alltagsdinge erhalten durch ständige Wiederholungen eine Bedeutung, die sich in den Köpfen fest verankern und nachhaltig wirken. In der Grundschule (GS) Herrensohr-Jägersfreude haben die Lehrkräfte diesen pädagogischen Ansatz aufgegriffen und in ihrem Projekt „Energie-Chiefs“ erfolgreich umgesetzt.

Zuletzt haben die Schülerinnen und Schüler der GS Herrensohr-Jägersfreude damit den vierten Platz beim Wettbewerb „KlimaKids Saarbrücken“ gewonnen. Als bei der Feierstunde im Rathaussaal in Saarbrücken die Dezernentin für Bildung, Kultur und Jugend, Dr. Sabine Dengel, den Preis an die Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte der GS Herrensohr-Jägersfreude überreichte, waren die Kinder nicht nur sehr aufgeregt und stolz, sie hatten vor allem das Gefühl, dass ihre Leistungen wertgeschätzt werden.

„Diese Wertschätzung ist für Kinder besonders wichtig“, meinte Susanne Braunsteffer, die beide vierten Klassen der Grundschule betreut. „Und tatsächlich haben unsere Kinder diese Anerkennung auch verdient, denn alle waren mit Begeisterung und hoher Aufmerksamkeit bei dem Projekt dabei. Noch wichtiger aber ist, dass sie die kleinen, aber sehr wirksamen Maßnahmen zum Sparen von Wasser, Strom oder Gas als festes Ritual so sehr im Schulalltag verankert haben, dass das Projekt von selbst weiterläuft.“

Eben darin lag die Idee des Projektes. Im Sachunterricht wurden die Themen Umweltschutz, Klimaschutz und Energiesparen besprochen und die Frage gestellt, was jeder Einzelne in seinem Umfeld mit vielen kleinen Schritten tun kann, um in der Summe auf eine doch enorme Ersparnis von Energie zu kommen.

Jeden Montagmorgen wurden hierzu zwei „Energie-Chiefs“ eingeteilt, die für eine Woche ein Auge auf nicht geschlossene Fenster, unnötig laufende Geräte wie Projektoren oder Lüftungsgeräte und auf die Beleuchtung geworfen haben.

 Das, was auch die Dezernentin für Bildung, Kultur und Jugend, Sabine Dengel, bei der Preisvergabe betonte, wurde dabei von den Kindern überaus ernstgenommen. „Klimaschutz geht uns alle an. Gerade Grundschulen und Kitas bieten als Orte des Lernens und Verstehens einen guten Raum, um Kinder schon früh für den Klimaschutz zu begeistern“, sagte Dengel.

Und so handelten dann auch die „Energie-Chiefs“ an der GS Herrensohr-Jägersfreude. „Da kam es schon auch mal vor, dass unsere ,Chiefs‘ die Lehrpersonen zum Löschen des Lichts aufforderten oder hinter ihnen die Tür zumachten“, erzählt Susanne Braunsteffer. „Wir können bei den Klassenräten, die jeden Freitag stattfinden, und bei denen wir auch Dinge abseits der Schule besprechen, feststellen, dass die Kinder schon sehr sensibilisiert sind für die Themen rund um Umweltschutz und Energiesparen. Zum Teil durch Berichte in den sozialen Medien, sehr oft aber auch durch die Gespräche, die sie zuhause verfolgen, wenn es etwa um finanzielle Engpässe geht.“

Das bestätigt die Leiterin der Grundschule, Elke Degen: „Da haben die Kinder schon frühzeitig ein ganz feines Gespür und möchten gerne ihrerseits etwas tun. Dieses Engagement werden wir natürlich weiterhin fördern und das Preisgeld von 1800 Euro für andere Projekte dieser Art einsetzen.“

 

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