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Posaunen-Wettbewerb und Festival an der HfM

Hochschule für Musik Saar : Teilnehmer reisen aus der ganzen Welt an

Zwei Großveranstaltungen feiern die Posaune an der Hochschule für Musik: ein Wettbewerb und ein Festival.

Nahezu eine ganze Woche lang wird bald die Posaune die Podien der Hochschule für Musik Saar (HfM) beherrschen. Gleich zwei miteinander verbandelte Großveranstaltungen gehen hier nahtlos ineinander über: Die „IPV International Trombone Competition“ (Dienstag, 3., bis Freitag, 6. März) ist noch nicht vorbei, da rauscht das „IPV Trombone Festival“ (Donnerstag, 5., bis Sonntag, 8. März) bereits durchs musikalische Gemäuer.

Veranstalterin von Wettbewerb und Festival ist die Internationale Posaunenvereinigung IPV, Organisatoren und künstlerische Köpfe sind die Posaunisten und HfM-Professoren Fabrice Millischer und Guilhem Kusnierek.

Der Wettbewerb in den zwei Kategorien Tenor- und Bassposaune umfasst drei Runden, erzählt Fabrice Millischer: „Wir haben 95 Teilnehmer aus der ganzen Welt, so etwa aus Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Belgien, der Schweiz, Spanien, Portugal, England, Litauen, Slowenien, Russland, Israel, China, Japan, Korea, Brasilien und Mexiko.“ Präsident der ansonsten mit internationalen Posaune-Fachleuten besetzten Jury ist der saarländische Cellist und HfM-Professor Gustav Rivinius.

Alle Wettbewerbsveranstaltungen sind öffentlich, und zwar bei freiem Eintritt, unterstreicht Millischer, so auch das Wettbewerbs-Finale: Dieser Termin am Freitag, 19.30 Uhr, im HfM-Konzertsaal unter Mitwirkung des Orchestre Symphonique SaarLorraine findet bereits im Rahmen des IPV Trombone Festivals statt. „Diese riesige Posaunenversammlung, die 25 Jahre lang IPV-Symposium hieß, findet einmal pro Jahr statt und wechselt ständig die Stadt“, erklärt Millischer, „nun dürfen wir sie zum ersten Mal in Saarbrücken empfangen.“ Zum „Opening Concert“ des Festivals (Donnerstag, 18 Uhr; freier Eintritt) kann Millischer im HfM-Saal das Szeged Trombone Ensemble aus Ungarn und die Trombone Unit Hannover willkommen heißen; am Freitag blasen dort das französische Eastsliders Trombone Quartet und das deutsch-schweizerische Slokar Quartet (17 Uhr, Eintritt 8/5 Euro). „Young Masters in Performance“ heißt es bei freiem Eintritt zweimal, und zwar samstags (13.30 Uhr) mit Posaunenklassen aus Saragossa und Paris und sonntags (11 Uhr) mit Posaunisten der Musikhochschulen Freiburg, Karlsruhe und Saarbrücken.

„Back to the roots“, nämlich in die Gefilde der Barockposaune, soll die Reise samstags um 15 Uhr in der Basilika St. Johann (Eintritt frei) führen, mit dem Trombone Consort Stuttgart und der Classe de Sacqueboute Lyon. Bevor sich am Sonntag um 15 Uhr im HfM-Saal die drei Solisten Michel Becquet, Brandt Attema, Guilhem Kusnierek, die Bergkapelle Saar und ein Großes Posaunenensemble zu „The Grand Finale“ (8/5 Euro) ein Stelldichein geben.

Als „unser Hauptkonzert“ ganz besonders ans Herz legt Fabrice Millischer freilich die „Jazz-Night“ (25/20 Euro) am Samstag, 19 Uhr, in der Saarbrücker Garage. Solist wird der berühmte Jazz-Posaunist und Trompeter James Morrison sein, mit von der Partie: die im Saarland verwurzelte Bigband Silent Explosion Orchestra.

Über die diversen Konzerte hinaus, so Fabrice Millischer, erfreue das Festival Posaunisten obendrein mit Meisterklassen, Workshops und einer großen Messe mit Firmen und Händlern rund um die Posaune.
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