Fußball-Saarland-Pokal 1. FC Saarbrücken gegen FC Homburg – so hält Polizei Fans beider Teams auseinander

Saarbrücken · Sicherheit geht vor, während und nach dem Spiel zum Saarland-Pokal: Dafür will die Polizei in Saarbrücken am Samstag sorgen. Dann stehen sich FCS und FCH im Ludwigspark gegenüber. Anhänger beider Teams sollen nicht aufeinanderstoßen. Straßen sind abgeriegelt.

20 Verletzte nach Fanrandale bem Hochsicherheitsspiel FCS gegen Preußen Münster
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Foto: BeckerBredel

Erneut steht ein Fußballspiel mit gewisser Brisanz an: Wenn am Samstag, 25. Mai, der 1. FC Saarbrücken auf den FC Homburg im Kampf um den Saarland-Pokal trifft, dann ziehen Fans beider Mannschaften mit zum Ludwigspark-Stadion. Sie sind sich nicht alle sonderlich freundlich gesonnen. Damit die Lage in der Landeshauptstadt nicht eskaliert, bereitet sich die Polizei vor. Und das bedeutet Umwege für jene, die mit dem eigenen Wagen anreisen, wie Polizei-Sprecher Stephan Laßotta ankündigt.

Wichtige Zufahrtsstraße in Saarbrücken ist gesperrt

Denn wie schon mehrfach bei ähnlich riskanten Begegnungen werden Straßen gesperrt – und das bereits lange vor Anpfiff der Partie. Dieser für 11.45 Uhr vorgesehen. Das kann dann vor, während und nach der Partie um Umfeld des Austragungsortes zu teils erheblichen Verkehrsbehinderungen führen.

Insbesondere die An- und Abreise über die A623 dürfte ab 10 Uhr kompliziert werden. Denn die Camphauser Straße als Verlängerung der Autobahn wird ab dann komplett abgeriegelt. Sie führt am Stadion vorbei und verbindet die Fernstraße mit der Innenstadt. Der betroffene Abschnitt, der dicht ist: vom Abzweig zur Autobahn bis zum Ludwigskreisel. Wie lange die Strecke nicht zu passieren ist, hängt davon ab, wann abgepfiffen wird. Denn durchaus ist mit Verlängerung nach regulärer Spielzeit bei Gleichstand zu rechnen.

Keine Parkplätze, Umwege für Fußgänger

Gleichzeitig soll es in der Nähe keine Parkplätze geben. Der Vorplatz der benachbarten Saarlandhalle und Straßen im nahen Rodenhof sind dafür passé. Damit niemand auf den Gedanken kommt, dort dennoch seinen Wagen abzustellen, weisen Beamte das gesamte Wohngebiet wie schon mehrfach zuvor als Anwohnerparkzone aus.

Doch nicht nur motorisierte Verkehrsteilnehmer müssen sich auf Umwege einrichten. Auch Anhänger, die zu Fuß oder mit Bus und Bahn an- und abreisen, kommen teilweise nicht über die üblichen Wege zum Ludwigspark, kündigt Laßotta an. So dürfen FCS-Schlachtenbummler nach dem Endspiel nicht über die Camphauser Straße zurück. Damit soll vermieden werden, dass sie auf die Fans der gegnerischen Mannschaft stoßen.

Polizei will Fans aus Saarbrücken und Homburg trennen

Eine Sonderrolle haben jedoch Menschen mit Behinderungen. Die Polizei richte für sie an der Straße An der Saarlandhalle sowie in der Camphauser Straße und am Eingang Nord 1 zum Ludwigskreisel und zum Stadtbezirk Rußhütte Durchlassstellen ein. Sie können zudem die Haupttribüne zur Vorfläche West/Camphauser Straße queren, heißt es dazu in einer Mitteilung.

Allen Besuchern des Fußball-Spiels empfiehlt Laßotta, rechtzeitig nach Saarbrücken zu kommen. Um Staus zu verhindern, sollten sie öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Die Ermittler gehen davon aus, dass einige 100 Anhänger der Mannschaft aus der saarpfälzischen Kreisstadt mit der Bahn kommen wollen. Sie will die Polizei von und zum Zug geleiten, damit es nicht zum Zusammenstoß mit gegnerischen Fans kommt.

Saarland setzt ausschließlich auf eigene Beamte

Während zu anderen Partien mit Beteiligung aus anderen Bundesländern auch Beamte von dort die Saar-Polizei unterstützt, bleiben diese am Samstag unter sich. Es handle sich schließlich um eine rein saarländische Angelegenheit. Dabei sei eine Kameradrohne im Einsatz. Sie soll aus der Luft die Szenerie im Auge behalten. Besonders vor und nach dem Pokal-Spiel kreise sie über dem Gebiet.

(hgn)
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