Polizei: Kontrolle an der Grenze im Saarland mit Erfolg bei Fahndung

Großkontrolle im Saarland : Wegen versuchter Tötung gesucht – Bundespolizei schnappt an der Grenze zu

600 Mal haben Fahnder Autos und andere Fahrzeuge an der deutsch-französischen Grenze gestoppt. Dabei kontrollierten sie 1200 Menschen. Auch sechs Züge inspizierten sie. Unter anderem nahmen sie einen mit Haftbefehl gesuchten Mann fest. Die Großkontrolle soll den Druck auf Schleuser erhöhen.

Abermals hat die Bundespolizei entlang der saarländisch-lothringischen Grenze eine Großkontrolle gestartet. Dabei fassten die Ermittler auch einen Mann, der mit europäischem Haftbefehl gesucht worden war. Der Vorwurf: Der Somalier soll in Kassel/Hessen im April versucht haben, einen Menschen zu töten. Jetzt sitzt der Verdächtigte hinter Gittern.

Gefährlich wurde es für die Beamten beim Grenzübergang in Großrosseln-Naßweiler: Dort raste ein Autofahrer auf eine Kontrollstelle zu, durchbrach sie und flüchtete nach Frankreich.

Wie eine Sprecherin der Bundespolizeidirektion in Koblenz mitteilt. schnappten ihre Kollegen unter anderem ein weiteres Mal wegen Diebstahls zu. In diesem Fall hatte ebenfalls ein Haftbefehl bestanden. Sechs Menschen hielt die Polizei fest, um ihren aktuellen Wohnsitz herauszufinden. Ein Festgenommener wollte nach Deutschland einreisen, obwohl ihm das verboten war. Im Nachgang zu den Kontrollen leitete die Bundespolizei unter anderem wegen Rauschgifts weitere Ermittlungen ein.

90 Ermittler waren am Donnerstag (9. Mai) im Saarland im Einsatz, heißt es in der Mitteilung. Dabei kamen sie vom hiesigen Bundespolizei-Standort sowie von der Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit der Bundespolizeidirektion aus Koblenz und der Bundesbereitschaftspolizei aus Hünfeld in Hessen. Binnen weniger Wochen war es ein weiterer Kontrolltag entlang der Grenze. Damit wolle die Polizei den Fahndungsdruck erhöhen, um Schleusern das Handwerk zu legen.

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