Ermittlungen aus der Luft : Saarländische Polizei setzt jetzt auf Drohnen

Um in kniffligen Situationen aus der Luft zu ermitteln, kommen ab sofort fliegende Kameras zum Einsatz.

Die Saarländische Polizei hat am Donnerstag (14. März) vier neue Drohnen vorgestellt, die die Polizei ab sofort nutzt. Sie sollen Foto- und Videoaufnahmen aus der Luft ermöglichen. Innenminister Klaus Bouillon (CDU) sprach von einer „hochwertigen und vielseitigen Verbesserung der polizeilichen Arbeit". Zum Einsatz kämen die unbemannten Luftfahrzeuge in drei Fällen: um Beweise zu sichern. Bouillon nannte als Beispiel Brandermittlungen, wo Experten nun einen Dachstuhl oder eine eingestürzte Lagerhalle aus der Luft aufnehmen und erforschen. Des Weiteren dienten die Drohnen bei der Suche nach Vermissten. Und letztlich sollen sich Beamte bei Einsätzen damit einen Übberblick verschaffen wie beispelsweise bei einer Rallye.

Datenschützer haben keine Bedenken

Polizeidirektor Frank Mink zum Datenschutz: „Nicht alles, was technisch möglich ist, ist rechtlich zulässig.“ Wenn Bilder verwendet werden sollen, brauche die Polizei eine rechtliche Grundlage. Das sei auch heute schon der Fall. „Das unabhängige Datenschutzzentrum des Saarlandes wurde informiert und hatte keine grundsätzlichen Bedenken", versichert Mink.

61 000 Euro hat das Saarland nach Innenminister-Angaben dafür ausgegeben.

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