Neue Baugebiete: Pläne für neue Wohngebiete vorgestellt

Neue Baugebiete : Pläne für neue Wohngebiete vorgestellt

Bezirksrat Mitte wurde über die Baupläne in der Köllertalstraße und auf dem Heidenkopf informiert.

Neben dem öffentlichen Bauvorhaben am Dudweiler Bürgerhaus und dem privaten Vorhaben auf dem Ensheimer Hagergelände (wir berichteten) plant die städtische Gesellschaft für Innovation und Unternehmensförderung (GIU) zwei weitere neue Wohngebiete. Die sollen in der Nähe des Burbacher Waldfriedhofs in der Köllertalstraße und auf dem Heidenkopf auf dem Eschberg entstehen, wie GIU Bereichsleiter Christoph Vogt im Bezirksrat Mitte informierte. Die Bau­fläche auf dem Heidekopferdell gehört der GIU, wie er berichtete: „Diese hatten wir als bebaubare Fläche bisher nicht auf dem Plan, galt für uns als Problemfläche.“ Es handele sich um eine Art Wald, jedoch sei er ökologisch nicht sehr wertvoll. Fotos aus seiner Präsentation untermauerten die Ansicht, dass die Natur dort brach liegendes Gelände zurück erobert. Die Anbindung dieses möglichen neuen Baugebietes soll über den Parkplatz Schwarzenbergbad erfolgen. Das sei möglich, ohne Stellplätze zu verlieren. Eine der möglichen Bebauungs-Varianten stellte er dem Rat vor. Auf dem Gelände, das eine moderate Steigung aufweist, sollen unten, im Süden, Einfamilienhäuser, oben verdichtete Wohnbebauung entstehen. An der Köllertalstraße sieht die GIU primär gemeinschaftliche Bauprojekte, aus der Baufläche selbst wollen die Planer den Autoverkehr weitgehend heraus halten. Anwohner und Besucher sollen Parkplätze unweit der Häuser finden. Unter der nicht unterbaubaren Hochspannungsleitung will die GIU Stellplätze auf einem Parkplatz konzentrieren.

Hermann-Josef Anton, Chef der CDU-Fraktion im Bezirksrat: „Es ist wünschenswert, dass Baugebiete entstehen, die die Bürger sich auch leisten können. Ein Baupachtsystem ist überlegenswert.“ Gabriele Braun, SPD.Fraktionsvorsitzende, gab zu Bedenken: „Wo bleibt der soziale Wohnungsbau?“ Nach Vogts Ansicht ist die GIU dafür der falsche Adressat. Seine Begründung: „Unsere Aufgabe ist es, den Mittelstand in der Stadt halten, sozialer Wohnungsbau ist Aufgabe anderer.“ Bezirksbürgermeisterin Christa Piper (SPD) gab sich moderat: „Das ist jetzt Sache der Politik, ob sie das weiter verfolgt oder nicht. Für uns ging es heute nur um Kenntnisnahme.“ Der Ball in dieser Sache liegt also beim Stadtrat.

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