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Personalrat verlangt mehr Geld für Mitarbeiter in Saarbrücken.

Kolumne Unsere Woche : Worte sind nett, Geld ist netter

Viele Menschen hätten mehr Anerkennung verdient in diesen Krisenzeiten, auch finanzielle.

Diese Woche hat Bernd Schumann den Saarbrücker Oberbürgermeister Uwe Conradt daran erinnert, dass nette Worte vor allem eins sind: nett. Bernd Schumann ist Vorsitzender des Personalrats der Landeshauptstadt. Den Brief, den er in dieser Funktion an seinen Oberbürgermeister geschrieben hat, hätte er aber auch an alle anderen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Regionalverband schicken können. Es geht um die Tarifverhandlungen für den öffntlichen Dienst. „Die Corona-Pandemie hat in den vergangenen Monaten den Beschäftigten im öffentlichen Dienst viel abverlangt und verlangt es auch jetzt“, schreibt Schumann. Dankende Worte seien wichtig gewesen. Aber, schreibt der Personalratsvorsitzende: „Dieser Dank und diese Anerkennung muss sich auch in einer fairen Entgelterhöhung in der laufenden Tarifrunde ausdrücken! Unsere Kolleginnen und Kollegen mit ein Prozent Gehaltserhöhung – erst ab März 2021 – abzuspeisen ist, zugespitzt formuliert, eine Frechheit.“

Nicht Frechheit, sondern einen sorgsamen Umgang mit Steuergeld nennen die Verhandler der Städte und Gemeinden das. Wir Bürger sollten also signalisieren, dass unser Geld in fairen Löhnen gut angelegt ist.

Was der Personalratsvorsitzende geschrieben hat ist wichtig und richtig. Was er nicht geschrieben hat aber auch:  Es haben natürlich nicht nur die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes Großes geleistet in dieser schwierigen Zeit. Und in viele dieser Menschen mussten und müssen um ihren Job bangen.