Parents for Future unterstützt Schüler-Demo Fridays for Future in Saarbrücken

Parents for Future im Saarland : „Ich habe ein schlechtes Gewissen“

Schüler-Demo „Fridays for Future“ wird von einer Initiative Erwachsener unterstützt.

An diesem Freitag demonstrieren Schüler in der Innenstadt und vor dem Staatstheater für den Klimaschutz. Unterstützt werden sie von der Initative „Parents for Future“. Teilnehmer Rune Becker aus Dudweiler erklärt, worum es den Erwachsenen dabei geht.

Herr Becker, wann wurde die Initiative gegründet, und wie viele Mitglieder zählt sie heute?

Becker: Im Saarland haben sich Erwachsene nach der „Fridays for Future“-Demo in Saarlouis am 22. Februar zusammengeschlossen. Unsere WhatsApp-Gruppe hat zur Zeit 37 Mitglieder. Deutschlandweit sind es über 1000 Aktivisten.

Warum ist eine Initiative der Erwachsenen notwendig?

Becker: Es muss etwas für den Klimaschutz getan werden. Und alle Eltern, Verwandten und Erwachsenen sollten die „Fridays for Future“-Bewegung unterstützen.

Was können Eltern konkret tun?

Becker: Sie können ihre Meinung kundtun. Sie können an der Demo an diesem Freitag um 10 Uhr ab der Congresshalle teilnehmen. Oder in der Mittagspause um 11.30 Uhr zur Kundgebung auf dem Tbilisser Platz vor dem Staatstheater kommen.

Haben Sie ein schlechtes Gewissen?

Becker: Ja, ich habe ein schlechtes Gewissen. Ich schäme mich. Als ich das erste Mal ein Video von Greta Thunberg (16-jährige Klima-Aktivistin aus Schweden, startete die „Fridays for Future“-Bewegung, Anm. d. Red.) sah, hatte ich Tränen in den Augen. Wir, als Gesellschaft, haben zu wenig getan für die Zukunft der nächsten Generation. Aber wir können das nun ändern. Die Zahl ist aus der Luft gegriffen, aber ich denke, über 80 Prozent der Erwachsenen sind für Klimaschutz. Es wird ein paar Jahre dauern und schrittweise vorangehen. Aber es ist ein positiver Weg, der unterstützt werden muss.

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