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Nur noch wenige Corona-Teststationen für Kinder in Saarbrücken

Trotz steigender Infektionszahlen im Regionalverband : Corona-Testangebot für Kinder verkleinert

Trotz steigender Infektionszahlen besonders bei Kindern können diese im Regionalverband nur wenige Teststationen nutzen.

Ein Großteil der Corona-Teststationen im Saarland testet keine Kinder unter sechs Jahren mehr. Das gilt, obwohl sich Mädchen und Jungen in Kitas kaum schützen können und häufig einem erhöhtem Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind. Aufgrund dessen steigen die Infektionszahlen unter Kindern derzeit rasant an, und die jüngste Altersgruppe hat den größten Anteil an den Neuinfektionen. Da in Kitas keine Testpflicht gilt, bieten sie auch keine regelmäßigen Untersuchungen an.

Deshalb sind Eltern selbst verantwortlich und müssen auf die öffentlichen Angebote zurückgreifen. Wer seine Kinder auf das Coronavirus untersuchen lassen möchte, dem steht jedoch nur noch ein arg begrenztes Testangebot zur Verfügung.

Laut dem Saarbrücker Gesundheitsamt können Kinder unter sechs Jahren nur noch im Zentrum am Messegelände und bei Kinderärzten getestet werden. Das ist wenig, gibt es doch im Regionalverband inzwischen bis zu 16 Teststationen. Die stetig wachsende Anzahl wird durch private Unternehmen befördert, deren Angebot jedoch nur von Personen über sechs Jahren genutzt werden kann. Das gilt für die provisorischen Zelte vor dm-Märkten ebenso wie für die größeren Zentren im St. Johanner Rathaus und im Saarbrücker Hauptbahnhof. , das am 12. April öffnen soll.

Grund für die Einschränkung ist eine neue Vorschrift, wonach Untersuchungen auf das Coronavirus an unter Sechsjährigen von Ärzten beaufsichtigt werden müssen. Im ganzen Regionalverband ist jedoch nur im vom Land geführten Zentrum am Messegelände ein Arzt vor Ort, der Tests beaufsichtigen kann.

Private Anbieter benötigen zwar medizinisch geschultes Personal, dürfen aber auch ohne Ärzte arbeiten. Dies vereinfacht zwar dort den Betrieb, schließt nun jedoch Kinder unter sechs Jahren vom Angebot aus. Dem Gesundheitsamt zufolge können neben Kinderärzten auch Teststationen in Apotheken eine Anlaufstelle für Eltern mit kleinen Kindern sein. Das würde gehen, wenn eine Arztpraxis an die Apotheke angeschlossen ist und nach vorheriger Absprache der ansässige Arzt hinzugezogen werden könnte, so das Gesundheitsamt.