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Notbetreuung in Kita und Schule im Regionalverband Saarbrücken

Kostenpflichtiger Inhalt: Regionalverband Saarbrücken : Notbetreuung in Kitas und Schulen

Eltern können bei Kitas und Grundschulen einen Antrag auf Notversorgung ihrer Kinder stellen. Das Angebot soll ab Dienstag, 17. März, gelten. Einen Rechtsanspruch darauf gibt es allerdings nicht.

 Der Regionalverband Saarbrücken bereitet sich eignen Angaben zufolge auf den im Zuge der angeordneten Schließung von Kitas und Schulen geplanten Notgruppenbetrieb vor. Während die Anträge nur bei den jeweiligen Kitas und Schulen abgegeben werden können, trifft der Regionalverband die Entscheidung über die Vergabe der Notgruppen-Plätze in allen Kitas und den weiterführenden Schulen in seiner Trägerschaft, wie ein Sprecher des Regionalverbandes betonte. Dazu hat der Regionalverband zwei Clearingstellen im Jugend- und Schulverwaltungsamt besetzt, die seit gestern die von den Kitas, Gymnasien, Gemeinschafts- und Förderschulen weitergeleiteten Anträge bearbeiten.

Der Notgruppenbetrieb soll demnach  anknüpfend an die Regelungen des Landes am heutigen Dienstag, 17. März, starten. „Erziehungsberechtigte werden gebeten, wenn möglich eine Betreuung zuhause zu organisieren, da die Plätze in den Notgruppen begrenzt sind. Diese werden aus maximal 15 Kindern pro Kita und Schule bestehen und auf getrennte Räume zu je fünf Kindern verteilt, um das Ansteckungsrisiko zu verringern“, teilt der Regionalverband mit.

Zum weiteren Vorgehen heißt es: Die Notbetreuung ist schriftlich zu beantragen, ein Rechtsanspruch darauf besteht nicht. Schulen und Kitas erhalten ein Formular Notbetreuung, das sie den Eltern weitergeben. Die Bedarfsmeldung müssen die Erziehungsberechtigten unter Verwendung dieses Formulars schriftlich begründen.

Der ausgefüllte Antrag ist bei der zuständigen Kita- oder Schulleitung abzugeben oder dieser zuzusenden. Die Einrichtungen leiten den Antrag dann zur Platzvergabe weiter. Für die Schulen erfolgt die Platzvergabe durch den jeweiligen Schulträger, für die Kindertagesstätten durch das Jugendamt des Regionalverbandes.

 Die Notbetreuung  ist für Kinder von bis 12 Jahren vorgesehen, deren Erziehungsberechtigte „in einem sogenannten systemkritischen Beruf arbeiten und deren berufliche Tätigkeit dringend erforderlich ist, um die öffentliche Infrastruktur aufrechtzuerhalten“.

Dazu zählen beispielsweise Mitarbeiter in medizinischen Berufen, in der Altenpflege, bei der Polizei, den Rettungsdiensten oder der hauptberuflichen Feuerwehr. Darüber hinaus soll die Notbetreuung berufstätigen Alleinerziehenden angeboten werden, wenn keine anderweitige Betreuung möglich ist. Hierfür müssen die Erziehungsberechtigten einen entsprechenden Nachweis des Arbeitgebers vorlegen.

Auch die Landeshauptstadt Saarbrücken bietet ab dem heutigen Dienstag einen Notgruppenbetrieb in Kitas an. Ansprechpartner für Bedarfsmeldungen sind Kitas und Schulen der Kinder.  Erziehungsberechtigte werden gebeten, wenn möglich eine Betreuung zuhause zu organisieren, da die Plätze in den Notgruppen begrenzt sind, teilt die Landeshauptstadt mit. Auch hier gilt das Angebot vor allem für Eltern in  systemkritischen Berufen.

Die Notgruppen sollen aus maximal 15 Kindern pro Kita und Schule bestehen und auf getrennte Räume zu je fünf Kindern verteilt werden, um das Ansteckungsrisiko zu verringern. Eine Betreuung von Kindern mit erhöhtem Risiko (Vorerkrankungen, unterdrücktes Immunsystem, akute Infekte) ist entsprechend den Vorgaben des Landes nicht möglich.

Jedes Kind soll grundsätzlich an dem Standort seiner zuständigen Kita oder Schule betreut werden. Plätze können nur im Rahmen dieser Kapazitäten vergeben werden. Für den Antrag auf Notbetreuung gelten dieselben Regeln wie im Regionalverband.

Aufgrund der Anordnung der saarländischen Landesregierung vom 13. März sind auch die kommunalen Kindergärten und die Grundschulen sowie die gebundene Ganztagesschule in Quierschied seit dem gestrigen Montag geschlossen, wie die Gemeinde mitteilt.

Auch in Quierschied wird auf Antrag geprüft, ob eine Notbetreuung möglich ist. Eltern werden gebeten, sich mit der jeweiligen Kita oder Grundschule in Verbindung zu setzen.

Die Kliniken der Saarland Heilstätten GmbH teilten auf ihrer Facebook-Seite mit: „Wir möchten Ihnen liebe Mitarbeiter*innen ab sofort die Möglichkeit anbieten die Betreuung ihrer Kinder zu sichern. Unter der Koordination unseres Familienhauses Sterntaler bieten wir kurzfristig Betreuungsplätze für (symptomfreie!) Kinder an, die nicht familiär betreut werden können. Die Betreuung ist natürlich kostenfrei. Bitte melden Sie sich an genannter Stelle.“

Fragen zur Notbetreuung beantwortet auch das Amt für Kinder und Bildung der Landeshauptstadt Saarbrücken. Kontakt: Tel. (0681) 905-4952, E-Mail: bildung@saarbruecken.de.