Spring Thing Neues Festival feiert Premiere

Saarbrücken · Neun Bands spielen beim „Spring Thing 18“ im Studio 30 in der Mainzer Straße.

Mit dem „Spring Thing 18“ steht dieses Frühjahr ein neues Festival in Saarbrücken in den Startlöchern. Neun Bands werden am Freitag und Samstag, 13. und 14. April, im Studio 30 in der Mainzer Straße auftreten.

Fragt man Max Ludwig nach dem Grund, gerade jetzt ein Festival auf die Beine zu stellen, ist dieser schnell gefunden: Beim „Colors Of Pop“-Festival letzten Oktober waren viele Bands, mit denen Ludwig – selbst Teil des Trios Tausend Augen – befreundet ist, zeitgleich in verschiedenen Spielstätten aufgetreten. „Ich komme anfangs kurz zu euch, gehe dann aber noch weiter und guck’ mir ’ne andere Band an“, diesen Ausspruch hörte der Musiker des Öfteren von Konzertgängern beim „Colors Of Pop“. Zudem kam dem Kuseler, der seit zirka 20 Jahren in Saarbrücken wohnt, das Netzwerken mit anderen saarländischen Bands einfach zu kurz.

Die Lösung: Ludwig gründete letzten November kurz entschlossen eine Facebook-Gruppe und lud Mitglieder befreundeter und musikalisch artverwandter Bands in diese ein. Dort wurde die Idee eines gemeinsamen Festivals weiterentwickelt. Für die erste Ausgabe des „Spring Thing“ haben sich nun neun Bands zusammengefunden. „Im Sound gibt es da natürlich Unterschiede, aber die passen musikalisch alle unter einen Hut. Der gemeinsame Nenner ist, dass alle Gitarrenmusik machen und das am Mainstream vorbei.“

Neben Ludwigs Tausend Augen spielen am ersten Abend das weibliche Trio New Faces, das seinen Wave-Punk mittlerweile auch mit Synthesizern anreichert; Oaks, die mit gleich zwei Schlagzeugern antreten, und die krachig-schrägen Trainer. Am zweiten Abend gibt es die improvisationsstarken Killflavour von dem Garage-Blues-Duo Pretty Lightning, die Psychedelic-Rocker Yagow und die Männer von Zesura, die ihren Sound als „Non-Post-Rock“ bezeichnen, zu sehen. Mit Cannahann ist sogar eine oberfränkische Band dabei, die die Veröffentlichung ihres neuen Albums „Staub und Wasser“ auf dem saarländischen Label Barhill-Records feiern wird.

Ludwig kennt die hiesige Musikszene und weiß, dass diese sich im Vergleich zu anderen Szenen nicht verstecken muss. Für ihn macht den Unterschied, dass die Infrastruktur, besonders für kleinere Bands, hier nicht so gut ist wie anderswo. Mit dem „Spring Thing 18“ ist ein erster Schritt gemacht – und der zweite könnte schon bald folgen: „Mehrere Bands hatten an besagtem Wochenende einfach keine Zeit. Ich kann mir gut vorstellen – vorausgesetzt, das ‚Spring Thing’ läuft gut – im Herbst noch einmal etwas auf die Beine zu stellen. Dann vielleicht ein ‚Autumn Thing’.“

Einlass ist um 19 Uhr. Der Eintritt kostet pro Abend zehn Euro. Ein Kombiticket für beide Abende gibt es für 15 Euro.

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