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Lärm im Nauwieser Viertel
Stadt will Ruhestörern auf die Pelle rücken

Im Nauwieser Viertel prallen die Interessen der Bewohner und die der Kneipenbesucher derzeit hart aufeinander.
Im Nauwieser Viertel prallen die Interessen der Bewohner und die der Kneipenbesucher derzeit hart aufeinander. FOTO: BeckerBredel
Nächtliche Open-air-Partys, dazu viel Müll: Bewohner des Nauwieser Viertels schlugen Alarm. Was sagt Bürgermeister Ralf Latz (SPD)? Von Matthias Zimmermann
Matthias Zimmermann

Nach Beschwerden von Anwohnern über Ruhestörung im Nauwieser Viertel: Wie akut und ernst schätzen Sie die Situation ein?


Ralf Latz: Die Ruhestörungen haben ein Ausmaß angenommen, das nicht geduldet werden kann. Die zwischen der Polizei, dem städtischen Ordnungsamt und den Gastronomen getroffenen Absprachen werden leider nicht mehr beachtet.

Nachdem das Innenministerium den Ball an die Stadtverwaltung zurückgespielt hat: Was wird Saarbrücken unternehmen, um beide Interessensseiten – Wirte und Kunden auf der einen Seite sowie Anwohner auf der anderen – zufriedenzustellen?



Ralf Latz.
Ralf Latz. FOTO: BeckerBredel

Latz:  Aus meiner Sicht hilft nur ein gemeinsames Vorgehen von Polizei und Stadt. Ich habe mich dazu mit der Polizei bereits abgestimmt, für solche Situationen gibt es unsere Sicherheitspartnerschaft mit dem Land. Wir setzen zum einen auf Dialog und Einsicht und werden mit den Wirten Gespräche führen, zum anderen werden wir mit der Polizei gemeinsame, nächtliche Kontrollaktionen durchführen.

Das Nauwieser Viertel ist ein beliebtes Ausgeh-Viertel, daran ist auch nichts auszusetzen. Aber dort leben eben auch Menschen, die nachts schlafen können müssen. Deshalb hoffen wir, dass jene Wirte und Gäste, die sich nicht an die Regeln halten, zur Einsicht kommen und die nötige Rücksicht auf ihre Mitmenschen nehmen.

An welchen Orten in der Landeshauptstadt Saarbrücken hat die Verwaltung mit ähnlichen Problemen und Beschwerden zu kämpfen? Und wie sieht hier das Vorgehen aus?

Latz: Vergleichbare Probleme oder Beschwerden aus anderen Stadtbezirken sind uns derzeit nicht bekannt. Generell gilt aber: Wir nehmen die Beschwerden von Anwohnern sehr ernst und gehen allen Hinweisen nach.

Die Fragen stellte
Matthias Zimmermann