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Schüsse bei Juwelierraub
Nach Überfall: Sondereinsatzkommando stoppt in Saarbrücken falschen BMW

SEK-Einsatz in Saarbrücken: Ermittler filzen einen dunklen BMW, weil er nach einem Überfall auf einen Luxemburger Juwelier als Fluchtwagen gedient haben soll. Das erwies sich jedoch als falsch.
SEK-Einsatz in Saarbrücken: Ermittler filzen einen dunklen BMW, weil er nach einem Überfall auf einen Luxemburger Juwelier als Fluchtwagen gedient haben soll. Das erwies sich jedoch als falsch. FOTO: BeckerBredel
Saarbrücken . Nach einem Raubüberfall auf einen Juwelier in Luxemburg hat eine falsche Fährte nach Saarbrücken geführt und für einen Großeinsatz des Sondereinsatzkommandos geführt. Von Matthias Zimmermann
Matthias Zimmermann

Überfall am Dienstagvormitag mit Schusswaffeneinsatz auf einen Juwelier in Luxemburg-Stadt: Spuren haben anfänglich auch ins Saarland geführt. Allerdings wurde ein Unbeteiligter in der Saarbrücker Innenstadt gestoppt und abgeführt. Das meldet Stephan Laßotta, Sprecher beim Landespolizeipräsidium.


Nach einem Bericht des Radiosenders RTL Radio Lëtzebuerg hatten zwei Maskierte den Laden gegen 11.30 Uhr überfallen. Bei dem Raub sollen auch Schüsse gefallen und ein Mensch verletzt worden sein. Kurz nach der Tat flüchteten die beiden Männer zuerst mit einem schwarzen Renault-Mégane mit französischem Kennzeichen. Wie es weiter heißt, wechselten sie im südwestlichen Stadtteil Hollerich den Fluchtwagen. Dort habe ein weiterer Komplize in einem dunkelgrünen 3er-Kombi-BMW gewartet. Ein Zeuge wollte ein M auf dem Nummernschild erkannt haben. Daraufhin starteten die Ermittler im Großherzogtum eine große Suchaktion, die aber um 13.45 Uhr wieder abgebrochen wurde, obwohl die Gangster immer noch auf der Flucht waren

Mittlerweile waren auch saarländische Polizisten von ihren Luxemburger Kollegen eingeschaltet worden. In Saarbrücken schlug ein Großaufgebot des Sondereinsatzkommandos (SEK) zu, wie Pressesprecher Laßotta berichtet. In der Mainzer Straße hielten seine Kollegen kurz vor 13 Uhr einen dunklen 3er-BMW mit Münchner Kennzeichen an. Der Fahrer musste mit zur Wache. Kurz darauf habe sich herausgestellt, dass er nichts mit dem Juwelierraub zu tun hat. Er kam wieder frei. Von den Tätern fehlt weiterhin jede Spur. Was erbeutet worden ist, teilten die Ermittler nicht mit.

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