Musikschule, Filmhaus und Gedenk-Wettbewerb in der diskussion

Kulturausschuss : Filmhaus, Musikschule, Kunstwettbewerb: alles bestens

Der Saarbrücker Kulturausschuss wurde über städtische Einrichtungen informiert und hörte nur Erfreuliches.

Drei Themen standen bei der Sitzung des Kulturausschusses der Landeshauptstadt Saarbrücken im Rathaus St. Johann auf der Tagesordnung: ein Bericht der städtischen Musikschule, ein Bericht zum Wettbewerb „Namentliches Gedenken“, sowie die Bilanz des Filmhauses.

Daher hielt Thomas Kitzig, Leiter der städtischen Musikschule, zu Beginn einen Vortrag über die Entwicklung der städtischen Musikschule, aus Anlass des 65. Geburtstags der Schule. Er hob hervor, dass die Musikschule in Saarbrücken die älteste im Saarland ist. Seit 1999 hat die Musikschule ihren Sitz in der Nauwieserstraße, „wo wir eine fantastische Verkehrsanbindung haben und uns sehr wohl fühlen.“ 2500 Schüler erhalten jede Woche Musikunterricht, die Hälfte davon durch Kooperationsprojekte mit 17 von 27 Saarbrücker Grundschulen. Das bekannteste Projekt sind die „Kleinen Streicher“. In Zusammenarbeit mit der Grundschule Am Ordensgut erhalten alle Schüler der Schule Unterricht mit einem Streichinstrument.

Neben dem Unterricht in der Breite widme man sich aber auch den Schülern in der Spitze, für die verschiedene Wettbewerbe angeboten werden. Dabei betonte Thomas Kitzig, dass dieses Angebot für die Schüler freiwillig sei. Einen ganz besonderen Raum in seinem Vortrag erhielt der Förderverein der Musikschule, der von ihm sehr gelobt wurde. Der Verein unterstützt u.a. viele Musikschüler aus finanzschwachen Familien.

Nach dem Vortrag wollten die Kulturausschuss-Mitglieder noch einiges mehr wissen. Und so konnte Thomas Kitzig noch erläutern, dass es immer mehr Senioren gibt, die wieder Musikunterricht nehmen. Und wenn er sich etwas zu Weihnachten wünschen dürfe, dann dass die Schule weiter so gut funktioniere, aber auch mehr Lehrkräfte.

Das zweite Thema der Sitzung war der Bericht des Kulturdezernenten Thomas Brück über den Wettbewerb „Namentliches Gedenken“, den Kunstwettbewerb für den Synagogenvorplatz. Er hob hervor, dass die Ausschreibung sehr erfolgreich war, dass man 97 gültige Einreichungen erhalten hatte, und dass man sehr positiv überrascht gewesen sei über die Qualität der Einreichungen.

Außerdem betonte er, dass in enger Abstimmung mit der Synagogengemeinde gearbeitet wurde und dass die Jury, die den Preisträger kürte, sehr hochkarätig besetzt gewesen sei. Mittlerweile sei man in verschiedenen Verhandlungen für die Umsetzung des Siegerentwurfs. „Wir schließen einen Vertrag mit der Künstlergruppe Mannstein + Vill aus Berlin und sind in Abstimmung mit dem Bauamt für die Umsetzung“. Außerdem wird vom Institut für aktuelle Kunst in Saarlouis ein Bildband über den Wettbewerb erscheinen.

Anschließend zog Christel Drawer vom städtischen Filmhaus in der Mainzer Straße eine kleine Bilanz zur Entwicklung in ihrem Haus. „Das gerade zu Ende gegangene Latino Festival hat allein fast 700 Zuschauer ins Filmhaus gebracht, das ist ein neuer Rekord“, konnte sie verkünden. Und wegen der Schulkino-Woche konnten allein im November 1600 Tickets verkauft werden.

Nach drei Jahren Beobachtung sei im Filmhaus aufgefallen, dass die Monate Mai und Juni die schwächsten sind. Daher wird überlegt, ein kleines Festival zu organisieren, oder das Latino Festival zu verlegen. Durch die Ringvorlesungen der Universität ist es gelungen, neue und jüngere Besucher ins Haus zu locken, die dann auch zu den Filmvorführungen kommen. Und im Januar wird eine kleine Filmreihe zum Thema Klimawandel veranstaltet. Thomas Brück lobte die neue Organisation des Filmhauses wegen der guten Zahlen. „Wir haben den richtigen Weg gewählt.“