Mittlerer Dienst bei Polizei: Gewerkschaft widerspricht JU im Saarland

Weiter Gegenwind : Polizei-Gewerkschaft wehrt sich gegen mittleren Dienst bei Saar-Polizei

Auch die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) wehrt sich gegen den Vorstoß der Jungen Union (JU) nach der Wiedereinführung des Mittleren Dienstes bei der Polizei.

Nach der scharfen Kritik seitens der Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat sich am Sonntagabend (31. März) auch die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) gegen den Beschluss der Jungen Union (JU) gewandt, wieder den Mittleren Dienst einzuführen. DPolG-Saar-Chef Sascha Alles: „Wir wollen keinen Mittleren Dienst, sondern den Zugang über eine Berufsfachschule für Absolventen mit mittlerer Reife.“ Damit widerspricht er ebenso wie bereits sein Amtskollege David Maaß von der GdP zuvor den Forderungen des CDU-Nachwuchses.Die aktuelle Forderung der JU sei schon bemerkenswert, schreibt Alles in einer Mitteilung.

DPolG-Saar-Chef Sascha Alles will keinen Mittleren Dienst bei der Polizei, wie von der JU gefordert. Foto: Windmueller/WINDMUELLER

Grundsätzlich sei es richtig, dass die Bewerberzahlen im Saarland seit Jahren fallen und mittlerweile auf einem traurigen Rekordtief von 600 angelangt sind. Das rechtfertige indes nicht die Forderung den Mittleren Dienst bei der Polizei neu aufleben zu lassen. So habe seine Gewerkschaft „ immer klar für Verbesserungen“ der Kollegen gekämpft. Das betreffe insbesondere die Laufbahn Somit seien Gehalts- und Statusverbesserungen erzielt worden. Die JU-Forderung sei ein Rückschritt. Dabei verweist er auf Rheinland-Pfalz. Dort biete eine Berufsschule Polizei Menschen mit mittleren Bildungsabschluss eine Chance auf Einstellung mit dem Weg über Fachabitur zur Fachhochschulreife. JU-Saar-Chef Alexander Zeyer will Bewerber auch ohne Abitur im Polizeidienst sehen.