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Mitarbeiter des Spaßbads in Saabrücken demonstrieren für ihre Jobs

Spaßbad : Gewerkschaft: Das Saarbrücker Calypso ist „systemrelevant“

Die Beschäftigten des insolventen Calypsbades in Saarbrücken wollen am Freitag vor der Congresshalle demonstrieren.

 Es geht nicht nur um uns, es geht um die Menschen, die sich bei uns wohlfühlen, ja, es geht letztendlich um ganz Saarbrücken. Das ist die Botschaft, die die

Gewerkschaft Nahrung-Genuss- Gaststätten (NGG) und der Betriebsrat des Calypsobades pünktlich zu ihrer Protestaktion an diesem Freitag aussenden. Die Betreibergesellschaft des Bades mit Sauna- und Wellnessbetrieb, die „Vivamar Betriebsgesellschaft Saarbrücken mbH“, hat Ende Mai Insolvenz angemeldet. Und rund 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machen sich Sorgen um ihre Zukunft.

Es gehe aber nicht nur um die Jobs, sagt Mark Baumeister, Geschäftsführer der NGG Region Saar. „Das Calypso-Bad ist für Saarbrücken systemrelevant. Hier trainieren nicht nur Vereine, es ist ein touristisches Aushängeschild für unsere Stadt und unsere Region. Bis zur Corona-Krise war es zudem wirtschaftlich erfolgreich“, sagt er. Die Gewerkschaft hoffe daher „auf eine positive Fortführungsprognose“. Man biete Unternehmen, die Interesse an einer  Übernahme des Betriebs haben, „eine gute Zusammenarbeit an. „Vivamar ist für uns Geschichte, und das ist gut so“, sagt Baumeister. Manfred Huber, Betriebsratsvorsitzender des Bades, singt derweil die Lobeshymne auf seine Kollegen: „Unsere Beschäftigten sind mit Herzblut dabei. Wir alle brennen für unseren Arbeitsplatz und wollen auch weiter für Saarbrücken schwitzen. Der Erfolg des Calypso und wie das Bad heute dasteht, ist der Erfolg unserer Calypso-Familie. Wir vermissen unsere Gäste, auch aus dem nahen Grenzgebiet. Das Calypso ist gelebte Freundschaft und Familie.“

Die Beschäftigten demonstrieren an diesem Freitag zwischen 17 und 18 Uhr auf dem Vorplatz der Congresshalle. Die Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen sei gewährleistet, sagt die Gewerkschaft.