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Gegenwind für Saarbrücker CDU-Stadtratsfraktionschef Strobel
Minister, Fraktionschef, Oberbürgermeister-Kandidat: Grüne und Jusos kritisieren unentschlossene Pläne

Muss Kritik wegen seiner Politikpläne einstecken: Peter Strobel, CDU-Fraktionschef im Saarbrücker Stadtrat.
Muss Kritik wegen seiner Politikpläne einstecken: Peter Strobel, CDU-Fraktionschef im Saarbrücker Stadtrat. FOTO: dpa / Oliver Dietze
Saarbrücken. Vernachlässigte Ämter und Teilzeit-Job im Saar-Kabinett: Das sind Vorwürfe mit denen sich der Saarbrücker CDU-Stadtratsfraktionschef Peter Strobel konfrontiert sieht. Von Matthias Zimmermann
Matthias Zimmermann

Peter Strobel – saarländischer Finanzminister auf Abruf? So sehen es die Jungsozialisten (Jusos) im Regionalverband Saarbrücken. Denn mit der öffentlichen Ankündigung des CDU-Fraktionsvorsitzenden Peter Strobel, sein bisheriges Amt zu behalten, auch wenn er Finanzminister im Saar-Kabinett wird, halte sich der Politiker alle Optionen offen. So sei er zudem bereit, auch als Oberbürgermeister-Kandidat 2019 anzutreten. Lukas Achenbach, Vorsitzender der SPD-Nachwuchsorganisation dazu in einer Mitteilung: Das Saarland steht (...) vor großen finanzpolitischen Herausforderungen. Das setzt ein Höchstmaß an personeller Kontinuität auf Ministerebene voraus.“ Wenn Strobel aber bereits heute in Aussicht stellt, Rathaus-Chef in der Landeshauptstadt werden zu wollen, bedeute dies „Teilzeit in einem der Schlüsselressorts“. Das dürfe nicht passieren. Deshalb müsse sich Strobel entscheiden, „was er will“.


Vor Ämterhäufung und drohenden Konflikten warnt Torsten Reif als Grünen-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat. Beide Ämter – Fraktionsvorsitz und Minister – bedeute eine „Vernachlässigung beider Ämter“, ist Reif überzeugt. Eine Kandidatur ums Oberbürgermeisteramt werde die Situation noch verschärfen. Konflikte erwartet er, wenn Strobel als Finanzminister Entscheidungen trifft, die „der oppositionellen CDU im Stadtrat schlicht in die Karten spielt“.