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Meinung zum Lkw-Durchfahrtsverbot in Saarbrücken

Verkehr in Saarbrücken : Die Blechlawinen machen die Menschen krank

Die Jamaika-Koalition will den überregionalen Schwerlastverkehr möglichst schnell aus der City verbannen. Das ist gut. Auch die SPD zieht mit. Um das Durchfahrtsverbot umzusetzen, muss das Land die Pläne allerdings genehmigen.

Wenn dem Land die Gesundheit der Saarbrücker wichtig ist, wird es zustimmen. Denn das Verbot ist längst überfällig. Die Anwohner der stark befahrenen Straßen wie der Lebacher Straße oder der Straße An der Heringsmühle leiden schon viel zu lange unter unerträglichem Lärm, schlechter Luft, Unfallgefahr, Rissen in den Wänden und wackelnden Schränken. Sie wehren sich völlig zurecht gegen diese Zustände.

Doch Lastwagen, die beispielsweise auf dem Weg von Polen nach Spanien durch die Saarbrücker Innenstadt brettern, belasten nicht nur die Anwohner. Sie machen die Straßen kaputt. Wenn es städtische Straßen sind, muss die Stadt auch die Reparatur bezahlen – und damit letztlich jeder Saarbrücker. Bei einem guten Konzept für das Durchfahrtsverbot würde es keine Verlierer geben. Die Saarbrücker profitieren von besserer Luft und mehr Sicherheit und für die überregionalen Lkws lohnen sich die mutmaßlichen Abkürzungen ohnehin nicht. Oft nehmen sie sie nur, weil das Navi diese Route anzeigt.