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Unsere Woche
Mehr Gelassenheit tut einfach gut

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Wut auf Radarfallen, Aggressionen hinterm Steuer, Ärger über zäh fließenden Verkehr: Alle regen sich auf, nur mir fehlt das Quäntchen Adrenalin, um es auch zu tun. Welchen sachlichen Grund führen eigentlich Autofahrer gegen Blitzer an und wettern, wenn im Kampf gegen Raser sogar mehrere Geräte auf einer Strecke hintereinander stehen? Von Matthias Zimmermann
Matthias Zimmermann

Wir schaffen ja auch nicht Gerichte ab, weil sie Strafen gegen jene verhängen, die sich nicht an Recht und Ordnung halten.


Und ich kann mich köstlich darüber amüsieren, wenn Fahrer hinter der Windschutzscheibe wild gestikulierend ihrem Zorn freien Lauf lassen – und damit gar nichts damit bewirken. Mein Vorschlag: Winken Sie einmal solch einem wutschnaubenden Menschen lächelnd zu. Ich hab’s schon ausprobiert und hatte meine helle Freude über den verdatterten Blick nebst augenblicklichem Abbruch der Hasstiraden.

Dann die Aufregung diese Woche über Stau auf den Umleitungsstrecken in der Saarbrücker City, weil die Wilhelm-Heinrich-Brücke wegen abschließender Arbeiten gesperrt war. Berliner würden sich köstlich darüber amüsieren. Zumal abzusehen ist, wann alles wieder normal läuft.



Auf der Straße zeigt sich oft: Ein wenig mehr Gelassenheit steht uns gut.