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Mann lockt Kinder mit Geld: Saarbrücken warnt Grundschulen

Nach mehreren Vorfällen : Stadt Saarbrücken warnt Grundschulen vor Mann, der Kindern auflauert

Nach mehreren Vorfällen in der Landeshauptstadt, in denen die Polizei ermittelt, gibt das Bildungsdezernat Ratschläge, um Schüler zu schützen.

Erst vor der Grundschule Ost, dann an der Kirchbergschule: Ein Unbekannter spricht Kinder an. Er will sie mit Geld verführen, ihm zu folgen. Aber in beiden Fällen sind die Schüler standhaft, weigern sich, dem Mann zu folgen.

Schreiben an die Lehrer

Wegen dieser beiden Vorfälle vom 3. und 24. Juni ermittelt die Kripo. Und die Stadt Saarbrücken hat sich eingeschaltet. In einem Schreiben an alle städtischen Grundschulen weist das Bildungsdezernat die Lehrer auf die ungeklärten Vorkommnisse hin. In der der SZ vorliegenden E-Mail heißt es unter anderem: „Das Fachamt bittet Sie darum, dass Ihr Kollegium dieses Thema mit den Kindern Ihrer Schulen vorsorglich bespricht und auch die Eltern hierzu sensibilisiert, dass sie ihre Kinder darauf aufmerksam machen sollten, auf keinen Fall mit fremden Menschen, die sie auf ihrem Nachhauseweg treffen, reden sollten,

geschweige denn, Geld anzunehmen.“ Die Landeshauptstadt rät zudem dazu, Kinder zumindest vorerst nur in Gruppen nach Hause gehen zu lassen.

Auslöser für diesen Warnbrief, in dem auch auf die Polizeiermittlungen verwiesen wird: Am 3. Juni hatte ein Fremder einen Jungen (8) Geld geboten, um mit ihm zu kommen. Er wehrte ab. Ein Passantin (66) kam vorbei und verscheuchte den Mann. Das passierte vor der Grundschule Ost.

Am 24. Juni wiederholte sich das Spektakel. Demnach sprach ein Unbekannter drei Mädchen vor der Kirchbergschule an, ihn auf einen Kinderspielplatz zu begleiten. Auch sie blockten ihn ab. In beiden Fällen soll es sich um einen Mann zwischen 30 und 40 Jahre gehandelt haben. Ob ein Zusammenhang zwischen beiden Vorfällen besteht, versuchen die Ermittler nun herauszufinden.