Zuspruch in Lebenskrisen

Der Sparkassenverband Saar spendete 1000 Euro an den Förderverein der evangelisch-katholischen Telefonseelsorge

Sie heben ab, wenn Verzweifelte nicht mehr weiterwissen. Die für solche Fälle geschulten Ehrenamtlichen der Telefonseelsorge Saar. 14 000-mal im Jahr ist das der Fall, wobei es zirka 9000-mal zu einem Beratungsgespräch kommt. Das berichteten die Leiterin der katholischen Telefonseelsorge Heidrun Mohren-Dörrenbächer und ihr evangelisches Pendant Volker Bier als sie von der Finanzgruppe Saar des Sparkassenverbandes jetzt eine Spende in Höhe von 1000 Euro in Empfang nahmen.

Meist riefen 50- bis 59-Jährige an, deren Hauptproblem sei die Einsamkeit. "Ohne die zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeiter könnte die Telefonseelsorge Saar diese Arbeit nicht leisten", sagte Sparkassenverbandspräsidentin Cornelia Hoffmann-Bethscheider: "Um die Zukunft zu sichern, sind nicht nur finanzielle Mittel notwendig, sondern vor allem Menschen, die sich gerne engagieren." Wie Mohren-Dörrenbächer informierte, sei es notwendig, jährlich einen Kurs für Ehrenamtliche anzubieten, um die Aufgaben erfüllen zu können.

Wie Bier anmerkte, seien diese Gruppen jeweils zirka zehn Personen stark. Hoffmann-Bethscheider: "Das Telefon ist 365 Tage im Jahr rund um die Uhr besetzt, es fehlen weitere Freiwillige, die sich gerne dieser Aufgabe stellen und Erfüllung darin finden, wenn sie anderen Menschen helfen können." Die Geldspende geht an den Förderverein, dem Dietmar Girst vorsitzt. Der Förderverein unterstützt unter anderm auch die intensiven Schulungsmaßnahmen für die neuen Ehrenamtler. Girst betonte: "Alle Saarländer sollten wissen, unter welcher Telefonnummer sie in schwierigen Lebenssituationen rund um die Uhr Rat und Hilfe bekommen können."

Die kostenfreie Telefonummern lauten: (0800) 1110-111 und -222. Die Telefon-Seelsorge wird ergänzt durch das Onlineangebot mit E-Mail- und Chat-Beratung. Die evangelisch-katholische Telefonseelsorge und Beratungsstelle Saar ist eine von 105 Telefonseelsorge-Stellen in Deutschland. Sie bietet persönliche Beratung am Telefon und per E-Mail. Das niedrigschwellige Gesprächs-, Beratungs- und Seelsorge-Angebot für Menschen in Lebenskrisen und belastenden Situationen wird von den Kirchen getragen.

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