Wo Weltklassesportler Andreas Waschburger schwimmen lernte

Der Schwimmverein Malstatt-Burbach hat am Samstag 30-jähriges Bestehen gefeiert. Der Dank der Festredner galt vor allem den Gründern Elfriede und Hermann Klein. Ein sportliches Geschenk gab's von Andreas Waschburger.

Als "Erfolgsgeschichte der Familie Klein" würdigte der Ehrenpräsident des Saarländischen Schwimm-Bundes (SSB), Norbert Kugler, am Samstag das Schaffen der schwimmbegeisterten Familie in seiner Rede zum 30-jährigen Bestehen des Schwimmvereins Malstatt-Burbach in der Begegnungsstätte der Arbeiterwohlfahrt in der Eifelstraße. Er lobte den Verein, zeitweise der stärkste SSB-Mitgliedsverein gewesen zu sein.

Die 2011 verstorbene Elfriede Klein und ihr Ehemann Hermann hatten die Schwimmabteilung 1984 aus den Sportfreunden 05 Saarbrücken ausgegliedert und den eigenständigen Verein gegründet.

"Gründungsmitglieder waren auch die heutige zweite Vorsitzende Iris Bost und wir Klein-Geschwister Axel Klein, Jutta Kuhn, Eva Klein und ich", sagte die aktuelle Vorsitzende Bärbel Knobe. Ihr Vater Hermann ist Ehrenvorsitzender des Vereins. "Wir haben damals alles von der Sportfreunde-Schwimmabteilung übernommen, inklusive der Hallenbelegungszeiten", sagte Knobe.

Also konnte sich der Verein intensiv seiner Kernaufgabe widmen, dem Schwimmen. Zum Beispiel, einem späteren Olympia-Teilnehmer das Schwimmen beizubringen. Knobe: "Andreas Waschburger hat 1992 als Fünfjähriger bei uns schwimmen gelernt." Zur Geburtstagsfeier konnte er aber nicht kommen, ein Geschenk machte er trotzdem - in Form eines sportlichen Erfolges: Bei einem internationalen Wettkampf in China ist er über zehn Kilometer Freiwasserschwimmen am Samstagmorgen Dritter geworden.

Besuch von der Stadtverwaltungsspitze in Person von Bürgermeister Ralf Latz oder Sportdezernent Harald Schindel vermissten die Schwimmer - und sparten nicht an Kritik. Kugler: "Der Versuch von Latz und Schindel, die Vereine aus dem Calypso zu schmeißen, war abenteuerlicher Unsinn." Auch für den Erhalt der Lehrschwimmbecken kündigten die Schwimmer ihr vehementes Engagement an. Das Schlusswort widmete Mitglied Mechthild Hollmann den Kleins: "Ich bin von Hermann und Elfriede bei der Wassergymnastik gestriezt worden, dennoch danke für 30 Jahre ehrenamtliches Engagement."