Zusammenleben im Saarbrücker Stadtteil Malstatt diskutiert über Müll, Lärm – und Anwohner, die sich nicht mehr in die Geschäfte trauen

Saarbrücken-Malstatt · Im Rahmen der Kampagne „Malstatt lebt demokratisch!“ ging es bei einer Diskussionsrunde um die Zukunft der Breiten Straße und um das bessere Zusammenleben in dem von Zuwanderung geprägten Saarbrücker Stadtteil. An einer Stelle kam es allerdings zum Eklat.

Eines der vielen Bekleidungsgeschäfte in der Breiten Straße in Malstatt, die sich zu einem wichtigen arabisch-syrischen Handelszentrum in der Region entwickelt hat. Der prosperierende Handel bringt aber auch Probleme für das untere Malstatt mit sich.

Eines der vielen Bekleidungsgeschäfte in der Breiten Straße in Malstatt, die sich zu einem wichtigen arabisch-syrischen Handelszentrum in der Region entwickelt hat. Der prosperierende Handel bringt aber auch Probleme für das untere Malstatt mit sich.

Foto: Robby Lorenz

Erst waren es nur eine Handvoll Leute, die sich in den Räumen der Gemeinwesenarbeit des Diakonischen Werkes am Malstatter Markt eingefunden hatten, um miteinander die Entwicklung der Breiten Straße zu diskutieren. Doch nach und nach trudelten mehr Leute am Mittwochabend ein. Am Ende waren es fast zwei Dutzend. Viele davon Mitglieder in örtlichen Bürgerinitiativen wie „Zukunft (b)unteres Malstatt“ oder „Malstatt gemeinsam stark“ (Mags). Von den syrischen Gewerbetreibenden, um die es im Wesentlichen ging, waren nur wenige Vertreter gekommen. Der Inhaber der Bereket-Metzgerei hatte aus gesundheitlichen Gründen absagen müssen, versprach aber, beim nächsten Mal dabei zu sein. Und so vertrat Alaa Eddin Ez Eddin die syrischen Kaufleute. Dessen Familie betreibt mehrere Spezialitäten-Geschäfte in der Breiten Straße im unteren Malstatt.