„Die Wiesenstraße“ kann weiter wachsen

Das Gewerbegebiet Wiesenstraße ist bei Handel und Handwerk begehrt. Die derzeit 32 ansässigen Betriebe werden bald Zuwachs bekommen. Die sieben Hektar große Erweiterungsfläche wird ihrer Bestimmung übergeben.

Aus einem nicht mehr benötigten Kohle- und Erzlager sowie Güterumschlagplatz machte die Stadt Saarbrücken in den späten 1990er Jahren den "Handwerkerpark" Wiesenstraße im unteren Malstatt . Da sich auch der Handel rege für die Grundstücke interessierte, vor allem der Autohandel , wandelte sich der Name im öffentlichen Sprachgebrauch bald in "Gewerbepark" oder "Gewerbegebiet Wiesenstraße". An diesem Montag wird ein weiteres Kapitel in der Erfolgsgeschichte des Areals geschrieben. Es wird der Spatenstich für die große Erweiterung vorgenommen. Die Born GmbH ist der erste neue Bauherr auf der Erweiterungsfläche. Dass neben Oberbürgermeisterin Charlotte Britz auch Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (beide SPD ) als Ausführende angesagt sind, mag die Bedeutung des Ereignisses für die lokale und überregionale Wirtschaft verdeutlichen.

Die Oberbürgermeisterin erklärt die fünf Millionen Euro teure Erweiterung um etwa sieben auf 17 Hektar mit dem Wunsch nach Standortstärkung und Unternehmensförderung. Seit 2001 sei "die Wiesenstraße" mit ihren inzwischen 32 ansässigen Betrieben eine vorzügliche Adresse für Handel und Handwerk . Vor allem die günstige Stadtrandlage mit der Anbindung ans Fernstraßennetz werde geschätzt. Das Potenzial lasse sich durch die Erweiterung noch ausbauen. Die EU und das Land hatten die Erweiterung mit 1,75 Millionen Euro bezuschusst.

Wie von der städtischen Tochter GIU, der Gesellschaft für Innovation und Unternehmensförderung, zu erfahren war, sei etwa die Hälfte der Erweiterungsfläche bereits vermarktet. Die GIU hatte die Erschließung der Erweiterungsfläche verantwortet.

Das Erweiterungsprojekt war in der Kommunalpolitik nicht umstritten. Leises Unbehagen gab es allenfalls wegen der hier früher auf der Brachfläche lebenden Mauereidechse. Exakt 517 Exemplare wurden aber fürsorglich eingesammelt und auf ein neues Territorium umgesiedelt.

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