Caritas-Klinik informiert über Chemotherapie : Caritas-Klinik informiert über Therapien

Fachärzte erklären, wie sich Krebserkrankungen behandeln lassen. Und sie blicken in die Zukunft.

() Die Behandlung der Nebenwirkungen von Medikamenten in der Krebstherapie stand im Mittelpunkt des Onkologischen Patiententages am Caritas-Klinikum Saarbrücken St. Theresia.

Das Thema Chemotherapie ist in der Onkologie ein schwieriges Thema, da es auf Seiten der Betroffenen oft mit Bedenken, Vorurteilen und Ängsten behaftet ist. Das wurde beim Onkologischen Patiententag am Caritas-Klinikum Saarbrücken St. Theresia deutlich. „Nebenwirkungen wie Übelkeit, Fieber  und Erbrechen sind unangenehm und belasten die Patienten“, erklärte Dr. med. Oliver Schmah, Koordinator des Onkologischen Zentrums und Oberarzt der Klinik für Hämatologie und Onkologie. In seinem Vortrag erläuterte er die Formen der Übelkeit und warum es zu Übelkeit und Erbrechen kommen kann.

Laut dem Mediziner erkennt der menschliche Organismus die zur Chemotherapie eingesetzten Medikamente als vermeintliche Giftstoffe und versucht sie durch Erbrechen wieder auszuscheiden. Inzwischen gäbe es jedoch vielfältige Medikamente, entscheidend sei eine rechtzeitige Gabe vor der Therapie. Er warnte davor, die Übelkeit heldenhaft zu ertragen, denn sonst sei es möglich, dass sich eine „erlernte Übelkeit“ entwickeln könne. „Ein Schmerztagebuch kann dem Therapeuten für den  Therapieansatz helfen“. Sinnvoll ist die Dokumentation in einem „Symptomtagebuch“, dies kann im Rahmen eines Schmerztagebuchs wichtige Hinweise auf Ursachen für Übelkeit  liefern.

Über das sogenannte Fatigue-Syndrom sprach Prof. Dr. med. Michael Clemens, Leiter des Onkologischen Zentrums und Chefarzt der Klinik für Hämatologie und Onkologie. Auch „chronisches Erschöpfungs-Syndrom“ genannt, bezeichnet das Fatigue-Syndrom ein Gefühl von anhaltender Müdigkeit, Erschöpfung und Antriebslosigkeit, wie Clemens erklärte. Das Fatigue-Syndrom ist eine Begleiterscheinung von Krebserkrankungen und beeinträchtigt das Leben der Betroffenen nachhaltig. Eine Krebsdiagnose und –therapie können Stress, Ängste, Depressionen und Schlafstörungen auslösen. Um mit den Auswirkungen besser umgehen zu können, empfiehlt Michael Clemens unter anderem einen strukturierten Tagesablauf und eine angemessene Verteilung der Kräfte.

Wie künftig Krebsbehandlungen aussehen könnten und auf welche Therapien verzichtet werden kann, dazu referierte Dr. med. Mustafa Deryal, Leiter des Brustzentrums sowie Gynäkologischen Krebszentrums. „Die Krebsforschung schreitet kontinuierlich  fort, mit Mut machenden Erkenntnissen und Studien“, so Deryal.  Er berichtete bei der Vortragsreihe auch über die Art und Wirksamkeit derzeit angewandter Behandlungsverfahren und aktuelle Forschungsergebnisse bei Brust- und Eierstockkrebs.