Autoteilen auf dem Rastpfuhl

Wenn 60 Kunden zusammenkommen, dann lohnt sich eine eigene Carsharing-Station. Das hat der Anbieter Cambio bei einer Infoveranstaltung vorgerechnet. Eingeladen hatten die Malstatter Vereine Galia und Mags.

Vertreter der Vereine "Gemeinsam aktiv leben im Alter" (Galia) und "Malstatt gemeinsam stark" (Mags) haben Kontakt zu der Firma Cambio-Carsharing aufgenommen. Bei einem Treffen auf dem Rastpfuhl informierte Stefan Quinten von Cambio Saarbrücken über die Chancen und Grenzen des Autoteilens (Carsharing ) in Saarbrücken. Carsharing bedeutet kurz erklärt, dass das Unternehmen Bürgern über eine Pauschale Klein- und Mittelklassefahrzeuge an einem festen Standplatz im Stadtteil zur Verfügung stellt. Cambio hat bisher nur Stationen in den Saarbrücker Tallagen. Damit sich eine eigene Station mit mindestens zwei Autos für das Unternehmen lohnt, müssten mindestens 60 Kunden in dem Stadtteil registriert sein. Eine Zahl, die nach Angaben der Vereine erst einmal ambitioniert erscheint, aber "bei den regen Aktivitäten von Galia mit zwei Mehrgenerationenhäusern im Stadtteil sowie einem sich verändernden Mobilitätsverhalten einer jünger werdenden Rastpfuhler Bevölkerung durchaus erreichbar scheint", heißt es in einer Mitteilung des Vereins Mags.

Vertreter von Galia, Mags und die Firma Cambio planen jetzt weitere Schritte. Beim Frühlingsmarkt auf dem Pariser Platz wird Cambio Werbung für eine zukünftige Station im Oberen Malstatt machen. Nach den Sommerferien werden alle interessierten Bürger zu einer weiteren Informationsveranstaltung eingeladen. Einig sind sich die Vereinsvertreter nach dem ersten Treffen, dass das Carsharing-Angebot auf dem Rastpfuhl eine realistische Umsetzungschance hat, heißt es in der Pressemitteilung abschließend.