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„M’r sin nit so“ hält noch an SR-Fernseh-Sitzung fest

Karnevalssession : „M’r sin nit so“ hält noch an SR-Fernseh-Sitzung fest

Eine Entscheidung über die SR-Fernseh-Sitzung der Karnevalisten von „M’r sin nit so“ soll erst im Januar fallen.

In den vergangenen Tagen hat das Präsidium „M‘r sin nit so“ auch mit dem SR, der die Fernseh-Sitzung der Saarbrücker Karnevals-Gesellschaft überträgt, intensive Gespräche geführt, ob es noch eine Perspektive für traditionsreiche Veranstaltung 2021 gibt. Nun steht fest: „Es ist jetzt noch nicht entscheidbar, ob die Sitzung stattfinden kann“, sagt Ehrenpräsident Rainer Otto. Man habe sich deshalb mit dem SR darauf verständigt, die aktuelle Entwicklung der Pandemie abzuwarten und dann Anfang Januar eine endgültige Entscheidung zu treffen.

„In der Zwischenzeit arbeiten wir an Alternativ-Lösungen“, ergänzt Präsident Albert Kindl. Im Gegensatz zu vielen anderen Vereinen, die ihre Sitzungen in kleineren Sälen bereits abgesagt haben, biete die Saarlandhalle alle Möglichkeiten, flexibel auf die dann gültigen Anforderungen zu reagieren und das Hygienekonzept entsprechend anzupassen, erklärt Vizepräsident Ramon Gechnizdjani. Den Bestuhlungsplan könne die Gesellschaft kurzfristig die dann zulässige Personenzahl anpassen. Auch die Sitzung komplett ohne Publikum aufzuzeichnen sei für sie machbar. Obwohl die Einnahmen des Kartenverkaufs so entfallen würden, stellt Otto klar: „Wir haben in den vergangenen Jahren so gewirtschaftet, dass das, was geplant ist, auch finanziert werden kann.“

Im Gegensatz zu den Tänzen, die nicht direkt Zuschauer-abhängig seien, benötigen die Wortbeiträge aber oft die Reaktionen der Besucher in der Halle. Man werde aber in den nächsten Tagen Gespräche mit den Akteuren führen und gehe davon aus, dass die meisten trotzdem auftreten werden, ist Kindl überzeugt. Und Gechnizdjani ergänzt: „Zurzeit stehen alle Kulturschaffenden mit dem Rücken zur Wand.“ Viele seien deshalb froh, überhaupt irgendwo auftreten zu dürfen. Die Garden haben sich bis zum November-Lockdown bereits auf die Sitzung vorbereitet. Nun wolle man wieder zum Video-Training wechseln.

In der aktuellen Session feiert die „M’r sin nit so“ übrigens ein närrisches Jubiläum: „15 mal elf Jahre – das muss gefeiert werden“, steht für Kindl fest. Da das aktuell jedoch nicht möglich ist, habe man bereits für die Session 2021/22 mehrere große Aktionen geplant.

Die aktuelle Session auf später im Jahr zu verschieben, kommt für Kindl dagegen nicht in Frage: „Wir können – schon vom Brauchtum her – keine Fastnacht im Sommer feiern.“ Die närrischen Tage seien an das vom Kalender festgelegte Zeitfenster gebunden. Zudem gebe es 2021 schon zig andere Veranstaltungen, die verschoben wurden und dann nachgeholt werden sollen.