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Ludwigspark-Streit: FDP fordert Verschiebung der Dezernentenwahl

Millionenkrach um Saarbrücker Ludwigspark : FDP fordert Verschiebung der Dezernentenwahl

Die FDP im Kreisverband Saarbrücken geht auf Distanz zum Koalitionspartner CDU im Stadtrat. Sie sieht durch die Diskussion um die Besetzung der Stelle des Baudezernenten mit Martin Welker, Wunschkandidat von Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU), den Neuanfang in Saarbrücken gefährdet.

Großen Klärungsbedarf um die früheren Beratertätigkeiten des derzeitigen Chefs der Gesellschaft für Innovation und Unternehmensförderung (GIU) und Krisenmanagers für das Stadion im Ludwigspark, Martin Welker, meldet die FDP im Kreisverband Saarbrücken an. Kreisparteichef Roland König fordert deshalb jetzt, die für den 5. November geplante Wahl des städtischen Baudezernenten zu verschieben. Für dieses Amt ist Welker der Wunschkandidat von Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU). König: „Die aktuellen Berichte über Fragen im Zusammenhang mit dem Neubau des Ludwigsparkstadions und in der Vergangenheit die Beratertätigkeiten des Kandidaten des Oberbürgermeisters für dieses Amt müssen zuerst geklärt werden, bevor er in solch eine wichtige Position in der Verwaltung gewählt werden kann.“ Die Position des Beigeordneten dürfe nicht schon im Vorfeld belastet sein. Die FDP ist im Saarbrücker Stadtrat mit der CDU und den Grünen in einer Koalition und damit das „Zünglein an der Waage“.

Die Stadt laufe derzeit aus Sicht der FDP Gefahr, dass gute Firmen in Zukunft nicht mehr mit der Stadt zusammenarbeiten würden oder bei Ausschreibungen schon von vornherein einen Sicherheitsaufschlag mit einberechnen würden. Die anstehenden Aufgaben, etwa mit dem Neubau eines Messezentrums seien so wichtig, dass hier eine starke Person als Baudezernent gefordert sei. Dies müsse auch für den Oberbürgermeister an erster Stelle stehen. „Für den von ihm bevorzugten Kandidaten trägt er die Verantwortung und muss sich daher genau überlegen, ob er bereit ist, auch die Konsequenzen zu ziehen“, so König. Die Personalie Welker könnte aus Sicht der Liberalen den von OB Conradt propagierten Neuanfang in Saarbrücken gefährden.