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Landesschülervertretung im Saarland kritisiert Hygieneplan des Bildungsministeriums

Kritik an Hygieneplan des Ministeriums : Landesschülervertretung fordert Maskenpflicht in der Klasse

Die Landesschülervertretung des Saarlandes (LSV) hat über den Musterhygieneplan für die Wiedereröffnung der Schulen des Bildungsministeriums beraten und übt deutliche Kritik.

Unter den richtigen Bedingungen sei die Wiedereröffnung der Schulen auf jeden Fall möglich, hält die LSV in einer Mitteilung vom 3. Mai fest. Nicht komplett einverstanden erklärt sich die LSV allerdings mit dem dafür vom Bildungsministerium erlassenen Musterhygieneplan.

Ein Problem seien die örtlichen Gegebenheiten in den Schulen: „In Passivhäusern und in Räumen mit Belüftungssystemen ist eine manuelle Lüftung nicht oder nur schwierig möglich“, schreibt die LSV. Darüber hinaus prognostiziere das Robert-Koch-Institut, dass sich fünf Prozent der Schulgemeinschaft nicht an die Corona-Maßnahmen halten würden. Die LSV Saar vermutet, dass diese Zahl in der Praxis deutlich höher ausfallen wird.

Die LSV fordert daher eine Maskenpflicht „in der Klasse und am Sitzplatz“. Lediglich in Prüfungen solle vom Tragen von Masken abgesehen werden. Zusätzlich fordert die LSV das Aufstellen von Desinfektionsspendern im Schulgebäude, sowie die Flächendesinfektion von Sanitäranlagen, Türklinken und Tischen.

Schulen, die die Hygieneregeln nicht umsetzen können oder nicht ausreichend umsetzen, sollen nach Ansicht der LSV die Öffnung vom Ministerium untersagt bekommen.