FDP statt CDU : „Es ist viel zu lange nichts passiert“

Elmar Freude tritt für die FDP als Bürgermeisterkandidat bei der Kommunalwahl in Kleinblittersdorf an.

Zu Beginn des Jahres wurde die FDP in der Gemeinde aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt. Mehrere Kleinblittersdorfer wollten lokalpolitisch etwas bewegen, schlossen sich zusammen und reanimierten die FDP, bei der in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten nicht viel los war. Einer davon ist der Ur-Kleinblittersdorfer Elmar Freude, den seine Parteifreunde mit 100 Prozent aller Stimmen zum Bürgermeisterkandidaten wählten.

„Was in der Bundes- und Landespolitik passiert, interessiert in den Kommunen die Wenigsten. Die Menschen wollen, dass vor Ort etwas passiert“, sagt Elmar Freude.

Der 53-jährige Diplomingenieur für Maschinenbau war neun Jahre Mitglied in der CDU und von 2004 bis 2010 auch für die Christdemokraten im Gemeinderat und Ortsrat von Kleinblittersdorf.

„Mich haben damals die Abläufe gestört. Vieles ist nicht sauber gelaufen, und vor allem der Fraktionszwang war und ist alles andere als zeitgemäß. Jeder muss seine freie Meinung haben und auch äußern dürfen“, sagt Freude.

Die FDP geht komplett neue Wege und macht vieles anders, wie er sagt. Es gibt kein Wahlprogramm. „Wir wollen keine großen Versprechen machen oder irgendetwas Allgemeines erzählen. Wir sind seit längerem dabei, komplette Konzepte zu entwickeln – für Wasserkraft und für Photovoltaik. Die Investitionskosten sind überschaubar, und langfristig wird die Gemeinde profitieren. Unsere Konzepte sind entwickelt und sofort umsetzbar“, sagt der FDP-Spitzenkandidat.

Die Ideen der FDP beinhalten noch viel mehr als nur die erneuerbaren Energien. „Wir sind an einem Konzept für ein Biosphäre-Brauhaus dran. Und was Bestattungen angeht, muss unbedingt etwas passieren. Eine Beerdigung kostet 4000 Euro. Das ist viel zu teuer. Wir können in der Gemeinde auch einen Friedwald haben, wo Beerdigungen sehr günstig sind. Ich wäre auch sehr dafür, dass die Bürger der Gemeinde Kleinblittersdorf weniger Eintritt in unser Freibad bezahlen als Menschen von außerhalb. Das Bad ist in erster Linie für unsere Menschen da“, erklärt Elmar Freude. Er ist einer von acht Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 26. Mai in Kleinblittersdorf. „Es gibt viele Menschen und Gruppierungen, die in der Gemeinde etwas bewegen wollen. Das ist die richtige Richtung und kann letztlich nur gut für die Gemeinde sein“, sagt der Kleinblittersdorfer.

Auf die Frage nach der ersten Maßnahme, sollte er Bürgermeister werden, antwortete der 53-Jährige: „Es gibt keine einzelnen Maßnahmen. Wir wollen unsere Konzepte umsetzen und die Gemeinde nach vorne bringen, ob ich Bürgermeister werde, oder nicht. Es ist viel zu lange nichts passiert.“