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Klinikum Saarbrücken
Klinik bietet verkürzte Ausbildung

Saarbrücken. In der Pflegeausbildung tut sich etwas – bundesweit, aber auch im Saarland. Innovative Ausbildungsgänge werden angeboten, um etwas gegen den Pflegekräftemangel zu unternehmen und um den Pflegeberuf attraktiver zu machen.

Im Saarbrücker Klinikum beginnt in der Schule für Gesundheitsfachberufe am Mittwoch, 1. August, nun schon zum zweiten Mal die Ausbildung der Gesundheits- und Krankenpflege mit der Fachweiterbildung Intensiv- und Anästhesiepflege. In vier Jahren werden junge Menschen auf ihren zukünftigen Einsatz auf Intensivstationen, in der Anästhesie und in Notaufnahmen vorbereitet. Abschließend müssen die Schüler ein Examen ablegen – und bekommen damit zwei staatlich anerkannte Abschlüsse: einen Abschluss in der Gesundheits- und Krankenpflege und einen Abschluss in der Fachpflege Intensivmedizin und Anästhesie. Die Absolventen sind dann Fachkrankenschwester oder Fachkrankenpfleger. Bisher dauerte die Ausbildung dazu rund sieben Jahre. Mit diesem neuen Ausbildungsgang können qualifizierte Fachkräfte schneller gewonnen werden.


Hintergrund für diesen schnelleren Ausbildungsweg ist der Fachkräftemangel insbesondere auf Intensivstationen, in Notaufnahmen oder in der Anästhesiepflege. Um diesem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, wurde im Klinikum Saarbrücken die Ausbildung entwickelt und 2017 zum ersten Mal bundesweit angeboten. Seitdem werden dort 17 zukünftige Fachkräfte zwischen 18 und 30 Jahren ausgebildet. „Durch diese kombinierte Ausbildung können wir hochqualifizierte Fachkräfte gewinnen, die wir in der Pflege dringend brauchen. Mit dieser neuen Ausbildung wird der Pflegeberuf für manche noch attraktiver“, erklärt Pflegedirektorin Sonja Hilzensauer. 

Der nächste Kurs beginnt am Mittwoch, 1. August. Bewerbungen werden von der Schule für Gesundheitsfachberufe im Klinikum Saarbrücken entgegen genommen. Weitere Informationen gibt es unter der Telefonnummer (06 81) 9 63 21 86.