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Klinik auf dem Saarbrücker Winterberg erhält Auszeichnung

Schlaganfall-Station : Auszeichnung für Winterberg-Klinik

Das Klinikum Saarbrücken erfüllt seit Jahren besondere Anforderungen bei der Behandlung von Schlaganfall-Patienten. Nun erhielt das Krankenhaus eine weitere Auszeichnung.

Über 1000 Schlaganfall-Patienten haben Mediziner des Winterberg-Krankenhauses im vergangenen Jahr behandelt. Nun baut das Klinikum seine Versorgung aus. Wie das kommunale Krankenhaus mitteilt, ist die medizinische Betreuung von Schlaganfall-Patienten auf dem Winterberg im Saarland und Rheinland-Pfalz einzigartig.

Die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) zertifiziert Stationen in Krankenhäusern als Stroke Unit, wenn sie bestimmte Bedingungen erfüllen. „Unter anderem müssen bestimmte medizinische Geräte da sein. Außerdem müssen den Patienten neben Ärzten und Pflegern auch Ergotherapeuten, Logopäden und Physiotherapeuten  zur Verfügung stehen – und das jeden Tag, auch an Feiertagen“, sagt Dr. Andreas Binder, Chefarzt an der Klinik für Neurologie auf dem Winterberg.

Die DSG verleiht die Auszeichnung alle zwei bis drei Jahre. Um sie zu erhalten, müssen die Kliniken alle Leistungen schriftlich dokumentieren. „Das ist ein sehr aufwändiges Verfahren“, sagt Binder. Die DSG zertifizierte das Winterberg-Krankenhaus bereits sechsmal als Stroke Unit, nun zum ersten Mal mit Erweiterung. Diese erweiterte Zertifizierung nennt sich Comprehensive Stroke Unit. Um sich so nennen zu dürfen, muss eine Schlaganfall-Station weitere Bedingungen erfüllen. „Die Patienten bleiben nach der Akut-Behandlung auf unserer Station und erhalten die besonderen Leistungen, bis sie entlassen werden“, sagt Binder. Das ist ein Unterschied zu vielen anderen Schlaganfall-Stationen. Dort kommen Patienten nach der Akut-Behandlung, die in der Regel ein bis drei Tage dauert, auf eine andere Station und werden dort von einem anderen Team betreut. Bleiben die Patienten auf der Schlaganfall-Station, kümmert sich mehr Personal um sie. Außerdem betreuen Ergo- und Physiotherapeuten sowie Logopäden die Patienten auch nach der Akut-Behandlung bis zu ihrer Entlassung gegebenenfalls täglich.

Zudem werde jeder Fall täglich von Ärzten, Pflegern und Therapeuten besprochen, erklärt Binder. Das sei nicht der Fall, wenn die Patienten auf eine andere Station kommen. „Im Saarland und in Rheinland-Pfalz gibt es keine vergleichbare Station“, sagt Binder.