1. Saarland
  2. Saarbrücken
  3. Landeshauptstadt

Klimaschützer der Bewegung Extinction Rebellion protestieren in Saarbrücken

Zum Neujahrsempfang der Landesregierung : Protestaktion von Klimaschützern in Saarbrücken

Klimaschützer der Bewegung Extinction Rebellion aus dem Saarland fordern ein schnelles Aus für alle saarländischen Kohlekraftwerke. Allein die Kraftwerke in Fenne, Weiher, Bexbach, Dillingen und an der Römerbrücke in Saarbrücken stoßen jährlich rund sechs Millionen Tonnen Kohlendioxid aus.

Dabei berufen sich die Klimaschützer auf Angaben der EU. Die Emissionen entsprächen damit dem Kohlendioxidausstoß von rund zwölf Millionen Flügen von Saarbrücken nach Mallorca und zurück.

Mit Sprüchen wie „Wind statt Kohle“, „Sonne auf die Dächer“ und „Neues Jahr, neue Energie“ unterstrichen die Aktivisten am Freitagabend ihre Protestaktion vor der Saarbrücker Congresshalle, wohin Saar-Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Medien und Kultur zum Neujahrsempfang der Landesregierung eingeladen hatte. Die Klimaschützer forderten die Landesregierung auf, „Klimakiller“ wie Kohle nicht länger zu unterstützen und stattdessen erneuerbare Energien zu fördern. Die Bedeutung der erneuerbaren Energiequellen im Saarland sei so gering wie in keinem anderen deutschen Bundesland, teilte Extinction Rebellion mit.

Der kreative und gewaltfreie Protest von Extinction Rebellion reiht sich in die wachsende Zahl von Kundgebungen im Saarland für mehr Klimaschutz ein. In jüngster Zeit hatte zum Beispiel Fridays for Future Protestmärschen durch saarländische Innenstädte unternommen.