Klein sichert einen großen Sieg

Saarbrücken/Merzig. Geschafft! Die Handballfreunde Merzig-Brotdorf haben das Spitzenspiel beim TBS Saarbrücken mit 26:23 (13:13) gewonnen und in ihrem zweiten Spiel in der Handball-Saarlandliga einen dicken Brocken aus dem Weg geräumt. Nur 120 Zuschauer fanden bei sommerlichen Temperaturen den Weg in die Saarbrücker Bruchwiesenhalle

Saarbrücken/Merzig. Geschafft! Die Handballfreunde Merzig-Brotdorf haben das Spitzenspiel beim TBS Saarbrücken mit 26:23 (13:13) gewonnen und in ihrem zweiten Spiel in der Handball-Saarlandliga einen dicken Brocken aus dem Weg geräumt. Nur 120 Zuschauer fanden bei sommerlichen Temperaturen den Weg in die Saarbrücker Bruchwiesenhalle. Darunter waren 60 Gäste-Fans, die den ersten Auswärtssieg ihres Teams bejubelten. Sie sahen ein spannendes Gipfeltreffen, das von zwei starken Abwehrverbänden geprägt wurde. "Der TBS hat mit einer offenen Deckung begonnen und unser Aufbauspiel früh gestört. Wir hatten zunächst Probleme", kommentierte HF-Trainer Thomas Schmitt die hektische Anfangsphase.Trotzdem ging Merzig mit 1:0 in Führung. Torschütze war HF-Flügelstürmer Sebastian Klein, der von seinem glänzend aufgelegten Bruder Sven im Merziger Tor auch oft mit langen Pässen bedient wurde und die Chancen eiskalt verwandelte. Elf Mal hämmerte Sebastian den Ball in die TBS-Maschen und war damit erfolgreichster Werfer dieser Partie.

Doch die Gegenseite hatte mit Kai und Andreas Nonnweiler ein ähnlich schlagfertiges Brüder-Paar in ihren Reihen. Als Letzterer in der 15. Minute die 7:5-Führung für die Gastgeber warf, wirkten die Wölfe konsterniert. "Wir haben viele technische Fehler gemacht und klare Dinger versiebt. Der Spielaufbau stockte", ärgerte sich Schmitt. Zum Glück blieb Kleins Torwart-Leistung auf konstant hohem Niveau. "Irre, was der Junge alles gehalten hat. Er war heute ein Matchwinner", schwärmte Zuschauer Markus Zeimet, der Trainer der Merziger Frauenmannschaft.

Beim hohen Auftaktsieg gegen St. Ingbert hatte Merzig den Gegner gnadenlos überrannt. Diesmal drosselte Schmitt das Tempo-Spiel seiner "jungen Wilden". "Den Hurra-Handball aus der ersten Partie können wir beim TBS nicht spielen. Wir müssen taktisch klug agieren und unser Spielsystem umstellen", hatte Thomas Schmitt angekündigt und hielt Wort. Mit veränderter Aufstellung - Matthias Böhm übernahm von David Pfiffer die Rolle des Regisseurs - kam Merzig wieder heran. Nach der Pause (13:13) brachte Schmitt zudem zwei neue Spieler. Michael Oehm und Andreas Habermann sorgten nun im Angriff für frischen Wind. Merzig zog auf 15:13 davon, vergeigte danach aber klarste Chancen und ließ den TBS wieder rankommen. Das Spiel blieb eng (15:15, 17:18), bis ein Paraden-Festival von Sven Klein für die Vorentscheidung sorgte. Dank ihres nun fast unbezwingbaren Torhüters bekam Merzig in der Schlussphase Oberwasser und ging mit 22:19 in Führung. Am Ende stand ein hart erkämpfter, aber verdienter 26:23-Sieg. "Das Spiel war richtungsweisend. Mein Team hat gekämpft und den unbedingten Willen zum Sieg gezeigt. Nur die Nerven müssen wir noch in den Griff bekommen", bilanzierte Schmitt.

Tore HF Merzig: Sebastian Klein 11/3, Peter Laux 4, Tamas Nemeth 3, Laszlo Kincses 2, Andreas Habermann 2, Matthias Böhm 2, Thomas Forster 1, David Pfiffer 1/1.

"Das Spiel war richtungs-

weisend."

HF-Trainer

Thomas Schmitt