Nicht vom Winde verweht

Drei große Windräder mit einem Rotorendurchmesser von 115 Metern und einer Gesamthöhe von 207 Metern sollen schon in zwölf Monaten am Krughütter Ortsrand unweit der Staatsgrenze Strom mit Hilfe von Windkraft produzieren. Für die Firma Dunoair stellte Projektleiter Thilo Wemmer die Planungen der drei Windräder dem Bezirksrat West vor.

Jedes Windrad liefert demnach an diesem Standort zirka sieben Millionen Kilowattstunden im Jahr. Da die Windräder mehr als 900 Meter vom ersten, dichter besiedelten Streifen des Klarenthaler Ortsteils Krughütte an der Friedrichstraße entfernt sind, sollen sie weniger laut wahrzunehmen sein "als ein leises Radio", so Wemmer. Auch andere Immissionen wie Infraschall oder Schattenschlag sollen durch die Lage im Wald kaum auf Wohnbebauung treffen. Etwa ein Hektar Wald muss für den Anlagenbau gerodet werden, Ersatzmaßnahmen sind beim Saarforst auf geeigneten Flächen in Eppelborn vorgesehen. Der Strom wird voraussichtlich durch ein Erdkabel nach Geislautern in das dortige Umspannwerk eingespeist. Die Kabel würden dabei entlang bestehender Waldwege verlegt. Die Bauzeit für den Windpark betrage vier bis sechs Monate und je Anlage fallen 240 Lkw-Fahrten und 65 Schwertransporte sowie 35 Transporte mit Krantechnik an. Bei drei geplanten Anlagen macht das über 1000 Fahrten aus. Im September wird die Firma Dunoair auch den geplanten Windpark zwischen Burbach, Altenkessel und Riegelsberg im Bezirksrat vorstellen. Die CDU-Fraktion hat Bezirksbürgermeister Claus Theres aufgefordert, durch die Stadtverwaltung klären zu lassen, welchen Gestaltungsspielraum Stadt und Land bei den notwendigen Genehmigungsmaßnahmen haben. So könnte eventuell über einen städtebaulichen Vertrag geklärt werden, dass zumindest die Ausgleichmaßnahmen für den Natureingriff ortsnäher zu erfolgen haben.