Firma "utopia velo" hat jetzt ein Sonnenkraftwerk auf dem Dach

Klarenthal. Jeden Tag schickt die Sonne mehr Energie, als wir alle verbrauchen. Die Firma "utopia velo" in Klarenthal nutzt die Kraft der Sonne. Sie nahm auf ihrem Dach eine Photovoltaikanlage mit 30 Kilowatt Leistung in der Spitze in Betrieb

Klarenthal. Jeden Tag schickt die Sonne mehr Energie, als wir alle verbrauchen. Die Firma "utopia velo" in Klarenthal nutzt die Kraft der Sonne. Sie nahm auf ihrem Dach eine Photovoltaikanlage mit 30 Kilowatt Leistung in der Spitze in Betrieb. "Mich hat immer schon beunruhigt, dass wir so viel für unsere Umwelt tun können, es aber aus unterschiedlichen Gründen einfach nicht machen", sagt Inge Wiebe. Sie produziert mit ihren zehn Mitarbeitern seit 25 Jahren Fahrräder. Da schon die Produktionshalle umweltgerecht errichtet worden ist, schien der Schritt zur Solaranlage nur logisch. "Die ersten Kostenvoranschläge lagen bei über 250000 Euro", sagt Wiebe. "Wir wandten uns an die Handwerkskammer. Sie empfahl uns eine Lösung aus einer Hand." Die Saarbrücker Firma "wattwerk Energiekonzepte" übernahm die Planung. "Wir rechnen immer mit den höchsten Kosten und der schlechtesten Leistung, wenn es um die Wirtschaftlichkeit geht", erklärt Stefan Sommerlade von "wattwerk", "wichtig ist, dass von der Planung bis zum Bau nur Fachleute beteiligt sind. Was man in dieser Phase anderswo spart, legt man am Ende meistens wieder drauf." Das soll bei utopia velo nicht passieren, obwohl der Bau der Anlage für die Experten eine Herausforderung war. Wegen der geringen Dachneigung seien nur Module eingebaut, die Schmutz abweisen und kein direktes Sonnenlicht brauchen, sondern schon bei normaler Helligkeit mit hohem Wirkungsgrad arbeiten, sagt Roland Schön vom Unternehmen Pro Solar Consult aus Saarbrücken, das die Anlage baute. Die Kosten sollen in den nächsten zehn bis 15 Jahren wieder reinkommen. "Der Strom wird direkt ins Netz eingespeist. Dafür gibt es 46 Cent pro Kilowattstunde", erklärt Schön. Schon bei vorsichtiger Kalkulation ließen sich damit etwa 15000 Euro im Jahr erwirtschaften. Inge Wiebe listet die Vorteile auf: "Wir haben saarländische Unternehmen mit Ansprechpartnern vor Ort. Das war uns wichtig. Die Anlage trägt sich finanziell selbst. Und schließlich war das Saarland schon immer ein Energieland. Macht unser Beispiel Schule, kann es das wieder werden." red

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