CDU sagt Nein zu Windradplänen

Klarenthal · Die geplanten drei Windräder im Krughütter Wald stoßen bei den Christdemokraten auf massive Bedenken. Jenseits der Grenze fanden sie Verbündete. Denn die Anlagen verstoßen angeblich auch gegen französisches Recht.

 Die CDU sagt, dass die Windräder auch im benachbarten Lothringen umstritten sind. Symbolfoto: Honk

Die CDU sagt, dass die Windräder auch im benachbarten Lothringen umstritten sind. Symbolfoto: Honk

Die Klarenthal-Krughütter CDU und die CDU-Fraktion im Bezirksrat West machen weiteren Widerstand gegen die geplanten Windräder im Krughütter Wald aus. Demnach haben sich auch die französischen Kommunen Petite Rosselle, Forbach und Schoeneck, der grenznahe französische Gemeindeverband und sogar die Präfektur in Metz gegen das Projekt ausgesprochen. Genau wie der CDU-Ortsverband Klarenthal-Krughütte und die CDU-Fraktionen im Bezirksrat West und im Stadtrat.

Mit den französischen Partnern hat die Klarenthal-Krughütter CDU Argumente gegen die geplanten drei Windräder im Krughütter Wald gesammelt. Darauf will die CDU-Fraktion im Bezirksrat West ihr Nein zum Windradprojekt stützen. Der Bezirksrat tagt am 19. Januar.

Gegen die Windräder führt die CDU zum Beispiel an, dass für eines der Windräder eine mindestens 350 Meter lange Schneise in den Wald geschlagen werden müsse. Die Rotoren aller drei Windräder seien so groß, dass sie über die Bebauungsgrenzen hinausragen. Mit dem Bau am Rand der Konzentrationszonen wolle der Betreiber den Ertrag der Windräder erhöhen. Das sei beim Windpark Burbach-Pfaffenkopf ähnlich. Außerdem stehe das Windrad 2 in einem Gelände mit einer augenscheinlich mehr als 30-prozentigen Steigung. Das sei nach dem Flächennutzungsplan nicht zulässig. Außerdem sei der Lärm der Windräder in den reinen Wohngebieten "Am Bruch" und "Gehlenberg" in Klarenthal selbst dann noch zu hoch, wenn der Stromertrag der Windräder weiter gemindert wird. Zu viel Lärm sei demnach nachts auch in Petite Rosselle und Schoeneck zu erwarten. Die Windräder erschweren nach Ansicht der CDU auch die touristische Erschließung des fünf Kilometer entfernten Naturschutzgebietes Warndt.

Zudem sagen die Kritiker Probleme voraus, wenn es um die Standfestigkeit der Windräder geht. Der grenzüberschreitender Bergbau sei schon bei der Ausweisung der Windkraft-Konzentrationszonen nicht genug berücksichtigt worden. Nun müsse für Probebohrungen zum Ermitteln der Standsicherheit eine Vielzahl von Bäumen gefällt werden. "Ergibt sich aber ein negatives Ergebnis, ist der Wald dauerhaft geschädigt." Alles in allem bleibt nach Ansicht der CDU für Windräder im Krughütter Wald nur ein klares Votum: Nein!

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