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Heiligabend
Kirchen laden an Heiligabend Bedürftige ein

Auch in den vergangenen Jahren luden die Kirchen zur Heiligabendaktion ein.
Auch in den vergangenen Jahren luden die Kirchen zur Heiligabendaktion ein. FOTO: BeckerBredel / bub/fb
Saarbrücken. Am 24. Dezember gibt es für Alleinstehende und Wohnungslose eine Weihnachtsfeier auf den Saarterrassen. red

Die Evangelische und die Katholische Kirche in Saarbrücken laden auch in diesem Jahr alleinstehende und wohnungslose Mitbürgerinnen und Mitbürger zu einer Heilig-Abend-Aktion ein. Bei der weihnachtlichen Feier am 24. Dezember im E-Werk auf den Saarterrassen in Burbach sind alle willkommen, die sich an diesem Festtag alleine fühlen oder obdachlos sind. Bis 19 Uhr wird ein kostenloses Programm angeboten mit Kaffee und Gebäck, Musik, Geschenken und einem Abendmenü. Einlass ist bis spätestens 16 Uhr, wie die beiden Kirchen mitteilten.


„Viele Menschen wissen am Heiligen Abend nicht, wo und wie sie Weihnachten feiern können. Die Heilig-Abend-Aktion gibt diesen Menschen eine Heimat für diesen so wichtigen Tag und umgibt sie mit einer familiären Atmosphäre. Das ist ein wichtiger Dienst christlicher Liebe und ich bin froh, dass die beiden christlichen Kirchen diesen Dienst tun können“, erläuterte Superintendent Christian Weyer vom Evangelischen Kirchenkreis Saar-West: „Ich freue mich über die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer.“

„‚Die Armen habt ihr immer bei euch. Mich habt ihr nicht immer bei euch‘, sagt Jesus im Johannesevangelium. Verstörend ist dabei für mich, dass Jesus offensichtlich selbst davor kapituliert, daran etwas ändern zu können, dass Menschen in einer Gesellschaft wegen Armut nicht am gesamten gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Unsere ökumenische Heilig-Abend-Aktion verstehe ich in dem Sinne auch als einen festlichen Protest gegen die gesellschaftlichen Verhältnisse“, sagte Dechant Benedikt Welter vom Dekanat Saarbrücken im Bistum Trier. „Der Heilige Abend hat gerade in unseren Breiten einen hohen emotionalen Stellenwert. Besonders ‚Familie‘ wird an diesem Abend groß geschrieben. Deshalb ist es nach wie vor wichtig, dass beide Kirchen sowohl Alleinstehenden als auch Familien einen festlichen Heiligen Abend bereiten. Das geht nicht ohne die zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. Das geht nicht ohne die Unterstützer, die ein Rahmenprogramm auf die Beine stellen. Das geht nicht ohne die Sponsoren und spendenden Einzelnen und Haushalte. Ein weihnachtliches Großprojekt, das alljährlich die Krippe von Bethlehem im E-Werk zum Ernstfall macht.“ In diesem Jahr erwarten die Veranstalter wieder rund 900 Besucherinnen und Besucher. Aus Kapazitätsgründen können leider nicht mehr Gäste eingelassen werden, sagten Diakon Horst-Peter Rauguth und Pastoralreferent Heiner Buchen. Sie bedankten sich im Vorfeld schon bei den rund 100 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die den Abend mitgestalten. „Wir suchen allerdings noch Freiwillige, die uns beim Auf- und Abbau unterstützen.“