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Kinderhaus in Malstatt hat jetzt Bienen

Bienen : Kinderhaus in Malstatt hat jetzt Bienen

Beverly ist begeistert. Sie ist fast immer dabei, wenn es zu den Bienenkästen geht –  auch diesmal. Das Kinderhaus der Diakonie Saar in Saarbrücken-Malstatt hat seit Frühsommer zwei Bienenvölker.

Unweit des Kinderhauses unterhalb eines Spielplatzes ist es gelungen, auf einer abgeschlossenen Grünfläche einen Platz für die zwei Bienenkästen, sogenannte  Beuten, zu bekommen. Dank einiger Sponsoren konnten die zwei Völker, die Schutzanzüge und auch die für die Imkerei benötigten Materialien finanziert werden.

Rundum summt es. Die Bienen fliegen aus und ein. Beverly hat schon gelernt, dass sie keine Angst vor den Bienen haben muss: „Sie stechen nicht.“ Trotzdem zieht die Elfjährige zur Sicherheit immer einen Schutzanzug an.  „Einmal ist uns ein Volk  ausgeschwärmt“, erzählt sie. „Der ganze Himmel war voll Bienen.“ Zum Glück sei es gelungen, das Volk wieder einzufangen und zurück in den Stock zu bringen. Beraten und geschult, wie so ein Bienenvolk zu führen ist, werden die Kinder und die Mitarbeitenden des Kinderhauses vom Imkerverein Saarbrücken. „Ihr habt zwei schöne Völker“, sagt Willi Ludt.

Er hat vorsichtig die Beute geöffnet und eine Wabe entnommen. Sie ist schon zur Hälfte mit Honig gefüllt. Die Bienen hängen daran. „Der Platz ist ideal“, stellt er fest, da in den umliegenden Gärten genügend Pflanzen und Bäume blühen. „Ein Bienenstock besteht aus mehreren Waben, die sich aus einer großen Anzahl aus sechseckigen Zellen zusammensetzen. Baustoff für die Bienenwaben ist Wachs. Dieses produzieren Bienen mit Wachsdrüsen im hinteren Teil ihres Körpers“, erklärt Ludt den drei Kindern, die mit zu den Bienenkästen durften:  Beverly, Alysha und Abduhl-Hasib. Die Vereinsmitglieder haben festgestellt, dass Kinder immer weniger über die Insekten wissen. Ihr Ziel: „Wir wollen den Kindern aufzeigen, wo der Honig herkommt.“