Dachverband klagte wegen Diskriminierung Corona-Infos kommen nicht bei Kurden an

Saarbrücken/Berlin · Auf Intensivstationen nimmt der Anteil an Migranten zu. Auch weil Corona-Informationen bei bestimmten Gruppen nicht ankommen. Die Kurden klagten vor Gericht gegen die Bundesregierung, weil diese keine Übersetzungen in ihrer Sprache anbietet. Auf den Druck reagierte Berlin nun. Zu spät? Auch im Saarland erreichten wichtige Infos die Kurden nicht. Ist deshalb die Impfkampagne gefährdet?

 Kurden fühlen sich von der Bundesregierung im Stich gelassen, weil diese sich nicht bei der türkischen Regierung für sie einsetzt. Vor Beginn der Pandemie gingen die Kurden aus Protest gegen die Unterdrückung durch die Türkei auf die Straße – auch im Saarland. In der Pandemie fühlen sie sich erneut diskriminiert, weil ihnen wichtige Informationen lange vorenthalten wurden.

Kurden fühlen sich von der Bundesregierung im Stich gelassen, weil diese sich nicht bei der türkischen Regierung für sie einsetzt. Vor Beginn der Pandemie gingen die Kurden aus Protest gegen die Unterdrückung durch die Türkei auf die Straße – auch im Saarland. In der Pandemie fühlen sie sich erneut diskriminiert, weil ihnen wichtige Informationen lange vorenthalten wurden.

Foto: dpa/Axel Heimken

In den letzten Wochen häufen sich die Medienberichte über einen hohen Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund, die an Covid-19 erkrankt auf den Intensivstationen liegen. Auch heißt es oft, dass die Impfbereitschaft unter Migranten gering sei. Offizielle Zahlen dazu gibt es nicht. Die Nationalität wird bei der Impfung nicht erfasst.